Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 8 (1.8.1906)
- Date
- 1906-08-01
- Page
- Seite 185 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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sein Schmoderstübchen genannt w unterbrochenen Schmerzensseufzer — 185 —;rden muß. Und jedes Land hat ja die Juden, die es verdient, somit bildet auch ba<\ Leben unserer Stammesgenossen daselbst einen unnach geistiger, wirtschaftlicher und humanitärer Erlösung; ein Land, ob dessen Zustände jedes humane Herz in Wehe zuckt Und für deren Beseitigung nicht genug getan werden kann. Gewiß, nicht der leidende, verdammte Ahasver ist es, nein der duldend;, für die wahre Kültur seufzende Held, der da uns entgegentritt. — Wenn man das Judentum edle Kern zutage.. Manche abe sie ihres äußeren Scheines entkle von seiner ärmlichen Hülle befreit, dann kommt der , die heute glänzen, wie würden sie verlieren, so man dete. Wenn man viele von außen abkratzte, dann käme — der Barbar zum Vorschein; das heißt, viele Gestalten, die unsere patentierte Menschenliebe zeitigt, die brauchte man nicht gerade erst von außen abzukratzen, um den Barbaren zu. finden. Das was das Judentum mit Kultur, nein, es ist der l ehrt und wofür es leidet, es stimmt nicht nur überein Maßstab aller humanen, ethischen Kultun Und so spiegelt sich denn der Geist der Zeiten im Schicksal der Juden am getreuesten: Dort wo es teilnimmt an den Gütern Güter darniederliegen, dort ist e^ der Menschheit, dort blühen auch diese, wo aber diese auch selbst ein Märtyrer derselben. Das ist unsere Ansicht von der Idee des Judentums, von Messianität, Prophetentum, Auserwähltheit. Darum bleibt das Judentum nach wie vor ein Künder besserer Tage, unbeirrt dadurch, daß viele diesen ältesten Träger der Kultur, diesem beharrlichsten, treuesten Lehrmeister der Menschheit höhnen, befriedigt allein im Hinblick auf seine rühmliche Schülerzahl, gehoben durch eine, mindestens doch ehrenreiche Vergangenheit, vertrauend einer schöneren Zukur ft! — Der kürzlich erschienene israelitischen Religionsgemeinscha Aufträge des D. I. G. B. verf^ßi allen Dingen ist es unerklärlich, der Juden durch ein preußisches ärgsten Reaktion auf allen Gebiete die preußische Volksschule zur G WMWMMMWW Hebenden IRolin’foen .Entwurf eines Gesetzes über di« Vrgsnilstlon der isrsei. Heiigisnsge«einschaft in Orenhen. Entwurf eines Gesetzes über die Organisation der t in Preußen", den Geheimrat Prof. Dr. Rosin im t hat, gibt zu den schwersten Bedenken Anlaß. Vor daß der D. I. G. B. bestrebt ist, r die Verhältnisse Gesetz gerade gegenwärtig unter dem Zeichen der n zu regeln. Zeigt doch der gewaltige Kampf um möge, daß in Preußen Besserungen im liberalen Sinne