Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 7 (1.7.1906)
- Date
- 1906-07-01
- Page
- Seite 161 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2969669-2970002-2970009--8012-2978711- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
161 durchgearjbeiteten Text der vollständigen Michnah mit Akzentuations- und Betonungszeichen bietet. Eine zweite Gruppe dieses Teiles der Sammlung besteht aus biblischen und Tar^um-Handschriften aus Denen (Südarabien), die einen großen Wert besitzen und Gelegenheit zu eingehenderen Studien bieten. In dritter Reihe erwähnte der Vortragende den Reichtum an zumeist aus Italien stammenden Responsen, die gleichfalls nocj) der Bearbeitung harren. .Als selbständigen Teil der Handschriftensammlung erwähnt Goldziher die aus den egyptischen Genizahs stammenden Dokumente und Fragmente teijls arabischen, teils hebräis hen Textes. In diese Gruppe gehören erstens Briefe und Dokumente privater, sowie amilicher Natur und zweitens Fragmente von Büchern verschiedenen Inhalts. Dr. David Kaufmann wurde durch seinen frühzeitigen Tod an der Bearbeitung dieses wahren Schatzes verhindert und es bietet sich hier ein weites Feld der! Betätigung für die Orientalisten. Ngch Besprechung der Handshriften befaßte sich der Vortragende mit den zur Sammlung gehörenden Druckwerken. Dieser Teil ist verhältnismäßig sehr reich an Inkunabeln und alten Druckwerken. Die wichtigsten Werke der hebräischen Literatur sind durch Editiones principes vertreten und man kann wohl behaupten, daß es selten eine Bibliothek gibt, in welcher die einzelnen Perioden der alten Typographie in solcher Reichhaltigkeit vertreten wären. Tie neun Stück Jnkunabala, und zwar eines aus Lissabon >(1489), eines aus Fano, s:chs aus Neapel stammend (darunter die hebräische Uebersetzyng von Avicennas Kanon), sind wahre Zierden der Bibliothek, zu welchen sich in chronologischer Folge die Druckwerke des 16. Jahrhunderts gesellen, der Zahl nach hundertsechsunddreißig, unter denen die hervorragendsten Werkstätten der italienischen Typographie vertreten sind. D^ hebräischen und arabische Origmalwerke der Sammlung werden durch zahlreiche Wlrke der europäischen Fachliteratur ergänzt. Mit Hinzurechnung derselben besteht die pollständige Kaufmann-Bibliothek aus folgenden Teilen: 1. Handschriften 594 Stück, Druckwerke 1583 Stück, Bibli ographische Werke 47 Stück, Zeitschriften 258 Stück, und Flugschriften, Abhandlungen 3c 8 Stück, insgesammt also 284O Stück. Aüßer dieser Bibliothek schenkte Frau Gomperz der Akademie noch eine mit dieser in keinem organischen Zusammenhänge stehende Sammlung, die aus 25 reichillustrierten, zumeist auf- Pergamentpapier gedruckten, italienischen Codices besteht. -f--'- Sturm und Stille. Ein Beitrag zur Geschichte der bibl. Theodicee von Kreisr. Dr. Max Beermann Jnsterburg. j VI. (Fortsetzung.) Die Schürzung des Knotens im Dialoge Hiobs und der Freunde. Trotz des modern-aufdringlichen Litteratengeschreis: l’art prmr l’art verlangen wir vom Dichter, daß er uns ein großes Problem vorführc. In der Tat waren die