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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-04-01 · Heft 4-5 (1.4.1906) · p. Seite 105

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 4-5 (1.4.1906)
Date
1906-04-01
Page
Seite 105 (sequence 35)
Language
German
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105 Simki: (In die rechte Kulisse rufend) wünscht euch. (3 Läufer treten ein). He, Läufer, tretet ei», der König Läufer: Mein Herr und König, Friede sei mit dir! Saul: Mit Euch sei Friede!! Gehet hin nach Nob, Ter Priesterstadt, und sagt dem Achimelech, Er soll sogleich mit seiner ganzen Sippe Erscheinen hier. Nun geht und bringt mir Antwort! Erster Läufer: Herr, er ist hier mit allen Priestern Zum Neumondsfest. Sie opfern! auf der Höhe. Saul: So ruft sie alle her! Läufer: Herr, wir gehorchen. (Läufer ab). Saül (setzt sich): Erzähl' mir nun, wie so dir alles kund ward. S i m e i: Du weißt, als Samuel starb, da dachtest du, Nun sei's vorbei mit Davids Herrlichkeit, Da ihm der Schutz des Hohenpriesters fehle. S a U l: Mir starb er doch zu früh, der alte Mann! Mir ist es manchmal, als müßt' er noch leben, Und ich zu seinen Füßen werfen mich Und rufen: Segne mich, daß ich gesunde! Simei: Dein Feind war er und Grund all deines Unglücks. S a ju t: Ein Großer war er und ein Seher Jahves, Nicht einen zweiten wird dies Land! gebären. Sitnöi: Ich hoff's, zum Heile deines Königtums. Saul: Laß' gut sein. Sag, was du zu melden hast. S i M e i: Um kurz zu sein: Beim Tode Samuels Da dacht ich mir: Ein Priester ist gestorben. — Die andern leben, und jetzt gilt's zu wachen. So Hab' ich einen Späher mir gemietet — Schwer war's, ihn zu gewinnen, denn dies Volk Hat hcil'ge Scheu vor allen Priestern Jahves. So nahm ich einen Fremden, deinen Diener, Den Edomiter Do>-g, Oberhirten Der königlichen Herden, schlau und eifrig. Ihm schärft' ich ein, allüberall im Land, Wo etj herum sich trieb' mit seiner Herde, Die Priester scharf im Äuge zu behalten Und gleich zu melden mir, wenn irgendwo Sich etwas spinne gegen seinen Herrn. Nun, gestern Nacht — ich hatte just zur Ruhe Mich gelegt — da pocht's an meine Tür. Zum Fenster spring' ich und beim Schein des Mondes Erblick' ich Doeg, meinen Späher. Schnell Eil' ich hinunter und ich sag. „Was gibt's, Daß du so spät noch in der Nacht mich störst?" Und nun erzählt' er mir, was sich begeben In Nob: Wie Achimelech David aufnahm. Den Ewigen für ihn befragte, wie er Ihn speiste und ihm gab des Goliath Schwert Dort ausbewahret in dem Heiligtum. Saul: Und wo ist David jetzt?

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