Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1906)
- Date
- 1906-02-01
- Page
- Seite 39 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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WWWWWW T — 39 — DK Vertreter des Chritentums In den vereinigten Staaten und ein rnffitcber Sauer über die rntireben ludenmetzeiekn. Die gemeinsame Konferenz der verschiedenen protestantischen Richtungen, die vor kurzem in Niwyork stattfand, hat mit großem Beifall einen Vortrag des Reverend Dr. Washington Kladden ausgenommen. Es heißt in demselben: „Die kirchliche Förderation der Vereinigten Staaten von Amerika, die 18 Millionen das Abendmahl nehmender Mitglieder der freien protestantischen Kirche in Amerika repräsentiert,! entsendet ihre Grüße an die christlichen Herrscher und die christlichen Geistlichen und ast das christliche Volk von Rußland und beschwört sie im Namen unseres Herrn Jesuse Christus ohne Verzug alles Mögliche zu tun, um den schrecklichen Grausamkeiten eist Ende zu machen, die in vielen Teilen des russischen Reiches an dem jüdischen Vo!ke verübt werden. Daß Menschen, die sich Christen nennen, solche Grausamkeiten verüben oder dulden sollten, erfüllt mit Schmerz das Herz und treibt die Schamröte in das Gesicht jedes wahren Christen in der ganzen Welt. Und welchen Kummer muß es bereiten Christus selbst, der seinen Segen ausgesprochen hat über die Barmherzigen, der uns befahl, unsere Feindk zu lieben und zu segnen, die uns fluchen, und der uns die Parabel gab von dem gutstn Samariter, der hilfrich einem leidenden Juden beistand. Unsere Herzen schlagen entgegen dem russischen Volke in diesen Tagen ihrer Trauer und des Unglücks. Wir beten, haß Euch Frieden und Wohlfahrt bald wieder zu Teil werden möge, aber unsere Sympathie wird abgeschwächt, wir können nur stammelnd unsere Gebete über die Lippen bringen, wenn wir die Berichte über dieses schreckliche Blutvergießen lesen. Das russisch^ Volk darf in seiner Not es nicht den christlichen Brüdern in der ganzen Welt schwer machen, in Liebe seiner zu denken. Wir sprechen nicht als Vertreter irgend einer militärischer! oder politischen Macht. Unsere Kirchen haben keine Verbindung mit unserer Regierung. Wir sprechen nur als die Anhänge^ und Schüler des Friedensfürsten. Es ist die Liebe und Ehrerbietung, die wir unserem gemeinsamen Gott entgegenbringen, was uns sprechen macht. Es ist die Wahrhei^, die wir von Ihm gelernt haben, die wir auszudrücken versuchen. Wir sprechen md^t als Amerikaner zu Russen, sondern als Christen zu Christen; und wir flehen Euch stn, Brüder, um christliche Barmherzigkeit, daß Ihr sogleich und einmütig handelt, Euch erhebt und aussprecht das Wort, welches diesen Greueln Einhalt tun soll, und abstienderr die Schmach, die dem christlichen Namen zugefügt wird." Die ,Mewskie Otkliklie," eine russische Zeitung, brachte in ihrer Nr. 133 einen Artikel, betitelt: Wer ist ein Christ? Es ist ein Brief an den Redakteur der genannten