Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2969669-2970002-2970004--7837-2978531- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
11 Der Prophet hat gesagt, daß, wenn der Diener Gottes unter uns erscheinen wird, er das Herz der Väter dem Herzen der Kinder und das Herz der Kinder dem Herzen der Väter zuwenden wird. Es gibt keinen gesunden Fortschritt ohne Zusammenhang zwischen den Vätern, die die Vergangenheit, und den Löhnen, die die Gegenwart bedeuten. Unsere Väter, das ist Israel, das sind seine alten Propheten, das ist das Volk, welches der Welt den Christus! gegeben hat. Der Zweig-Davids, und alle diejenigen, die auf ihn ihr geistiges Leben gepfropft haben, erkennen dahkbar und mit kindlicher Ehrerbietung die alte Stammmutter her Propheten und des Volkes Israel an; und die Zeit wird kommen, da die alte Stammmutter derHPropheten und des israelitischen Volkes den Zweig Davids anerkennen wird, der bei chr zur Bllite gelangt ist. Hch bin ein ganz besonderer Freund Israels, besonders Derjenigen in Israel, die fühlen, warum der Ewige unter allen Nationen und inmitten so großer Trübsal diese alten Zeugen dreitausendjähriger Geschichte erhalten. Sie sind nicht da für nichts, diese vjelhundertjährigen Zeugen. Sie sind unter uns geblieben wie grandiose Schöpfungen der Vergangenheit, um uns an etwas zu erinnern, das wir sonst vergessen würden, j Wir müssen Hand in Hand mit ihnen marschieren und die tiefe Geistesbrüderschaft füjhlen, die uns beseelt. senden wir denn einen ermutigenden und herzlichen Gruß an Israel, welches lebt unh leben will, indem es sich immer mehr seinen Propheten zuwendet, wie wir uns mehr dejm Evangelium zuwenden wollen. Drücken wir alle zusammen den Wunsch aus, daß diese Berührungen zwischen den Vätern pnd den Kindern sich vervielfältigen zum größten Nutzen der einen wie der anderen, und daß der Geist der Propheten bei. ihnen wie bei uns wirke, damit wir dahin gelangen, zu verstehen das Wort Christi: „Ich bin nicht gekommen zu zerstören, sondern aufzubaüen". M»r Ikönig S»«l geliteskrsnb? Bon Hermann Kornfeld IN. l).-Gleiwitz i. Schles. Geschichtliche Unterlagen. Haul's erstes Auftreten zeigt ihn uns als zärtlichen Sohn: Als er die entlaufene Eselin nach längerer Zeit nicht fand, war er in Unruhe darüber, dcß sich sein Vater über sein Ausbleiben Sorge machen würde; ferner als gütigen Herrn: Er beriet sich mit seinem Knechte und folgte dessen Rate; weiter als überaus bescheiden: Dem Propheten antwortete er auf dessen Worte: Und wem gehört das Kost-rarste in Israel? „Bin ich nicht ein Benjaminit, von dem kleinsten der Stämme Israels? Und ist nicht *