Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 10 (1.10.1905)
- Date
- 1905-10-01
- Page
- Seite 232 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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232 Porto Herrn zu überlasse^. Bestellungen bitten Ben äs Levy, des Central-Ausschuß Sitzung, die . Ruhegehalts-, Witwenmit der Genehmigung der 9Iu : zeit ist auf 5 Jahre festgesetzt u der Versicherungsprämie für ihre Dr. Georg Jellin^k in Heid Stadtvertretung der großen Ku Culturwelt zu sich zu Gast gelai wir unter Beifügung des Betrages an »erlin C 2, Poststraße 9 zu richten. — Der Rabbister - Verbandes in Deutschland beschloß in seiner und Weisenkasse der Rabbiner Deutschlands sichtsbehörde am 1. Junuar 1906 ins Leben treten zu lassen. Für den Gründun^sfonds sind bereits 280000 Mk. gesammelt worden. Nach den Vorschlägen des Hexrn Dr. Freudenthal-Danzig wird die Witwen- und Waisenversicherung init folgendein Sätzen in - Kraft treten: 800—1200 Mk. Witwengeld und 200 bezw. 300 Mk. (Höchstsatz 1000 tezw. 1500 Mk.) Waisengeld, die Pensionsversicherung einstweilen mit derst niedrigsten Satz von 1200 Mk. jährlich. Die Karenz-- und der Beitritt von Gemeinden und Gemeindeverbänden esi Rabbiner durch die Gemeinde vorgesehen. — Herr Hofrat elberg wurde zum geheimen Hofrat ernannt. — Die mststadt am Niederrhein, die vor zwei Jahren die ganze beit, hat einen heroischen Beschluß gefaßt, der die wahre Kulturhöhe der Düsseldorfer Htadtväter in hellstem Lichte erstrahlen läßt; sie hat nämlich die Aufstellung des rstit einem Kostenaufwande von 500000 Mk. projektirten Heinedenkmals verboten. —! Eine Expedition zur Erforschung und Aufnahme der Synagogenruinen Galiläas ist als erste Frucht der Rekognoszierungsreise der Herren Dr. Thiersch und Dr. Hölscher im Frühling und Sommer 1903 von der Deutschen Orientgesellschaft in der letzten Vorstandssitzung beschlossen worden. Die Expedition besteht aus demRegierungsbahführer Kohl aus Hannover, der bereits früher unter Professor Puchsteins Leitung ist Baalbek und an anderen Orten Syriens tätig gewesen ist, aus dem Privatdozenten an - der Universität Berlin und Direktorialassistenten bei den dortigen königlichen Museen Drt. Watzinger und Dimplomingenieur Hiller. Die Herren sind in den ersten Tagen des März von Berlin abgereist, haben sich in Konstantinopel mit den maßgebenden Stellen in Verbindung gesetzt und sind nach Erledigung der notwendigen Vorbereitungen in Beirut, wo sie am 13. März eintrafen, in Damaskus, Baalbek und Heifa am 23. T^ärz mit ihrer Karawane vom letztgenannten Orte aus ins Innere aufgebrochen. Die Reise ist durch die Freigebigkeit eines bekannten Vorstandsmitgliedes der Deutschen OrientMellschaft ermöglicht worden. — Zu einem Nachruf auf den jüngst verstorbenen Buchhändleij und Bibliographen Adolf Cohn in der „Bossischen Zeitung" wird aus einer, mit hen Weimarer Verhältnissen wohlbekannten Quelle u. a. folgende interessante Mitteilung über den Heimgegangenen gemacht: „Auch als Mitglied der Goethe-Gesellschaft hat er Hervorragendes geleistet, nur wenigen dürfte es bekannt sein, daß Albert Cohn, dessen schätzbaren Rat die Verstorbene Großherzogin Sophie beim Ankauf wertvoller Handschriften für das Schiller-Goethe-Archiv gar häusig im Stillen eingeholt hatte, vermutlich der erste gewesen ist, welcherder hohen Frau gegenüber den Gedanken an die Gründung einer-Goethe-Gesellschaft ausgesprochen hat. Cohn