Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 10 (1.10.1905)
- Date
- 1905-10-01
- Page
- Seite 224 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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224 dm Wir Üch, icht lies oie lag des Staubgeborenen in in dem Ewigen uns w spiegelt in dem Auge, der Gottheit ahnen, untergehen wollen im Es baute jemand ein ho\ darauf setzte, und wayr Nutzen konnte es auch ni über ihr ein einziges, en. und der Wind pfiff um sein, denn die Stadt begab sich der Herr des gann, oder des Abends, ttji die Dächer hinaus in die er wieder herabkam, war einmal hoch hinaufsteigen sucht behält, die Sehnsucht So soll es auch bei der wir bisweilen hinaufstei nach dem Ewigen, nach de Gotteshaus, finden wir im wohl dienet auch die Kunst da zieht's wie Andacht des Sturmes, das Rollen riesen gewaltige Stemmt sie -wecken in uns die geist uns beugen. Und Ohr der Töne Harmonische uns nahe; uns ist's, als ' lebt in unserer Seele. Schon der Gedanke: auch nur auf Augenblicke allen derselbe Wunsch, — schon dieser Gedanke bringen, wenn wir dieses natürliche Ehrfurcht vor Menschen paart sich die sich die Weihe des Hausejs, Töne. Die Andacht deZ Ahü Ni dieje da ewigen Weltengeist. Wir vergessen das Irdische und finden eder. So stark ist diese Andacht im Gemüte, daß sie sich Der traumverlorene Blick läßt uns der Seele Sehnen nach Menschen bedürfen solcher Stimmungen, wenn wir nicht eiben der Welt. Ich las einmal eine schlichte Erzählung: chstöckiges Haus. Die Leute lächelten, als er noch einen Turm zur Verschönerung diente das seltsame Ding nicht. Und bringen, denn es enthielt nur die schmale Treppe und oben Gelaß mit Fenstern auf jeder Seite; und kalt war es auch, Fenster. Auch als Aussichtswarte konnte es nicht gedacht reizlos in einer endlosen, graugrünen Ebene. Täglich aber Hauses da hinauf, meist des Morgens, ehe er seine Arbeit beenn er sein Tagewerk vollendet hatte. Und er schaute lange über endlose Ebene mit ihrem weiten, niedrigen Horizont, und wenn er stark und froh. Denn, so sagte er, man muß jeden Tag und weit hinausschauen, damit man die große, große Sehnnach dem Ewigen, nach dem Göttlichen, uns sein. Die Andacht unserer Seele sei die Höhe des Lebens, zu igen, damit wir die große Sehnsucht uns bewahren, die Sehnsucht itt Göttlichen. Und diese andachtsvolle Stimmung suchen wir im Gotteshaus. Wohl ist auch die Natur ein Tempel des Unendlichen, 'dem Unvergänglich-Ewigen, und wo wir ihren Odem verspüren, rch unsere Seele. Das Rauschen des Meeres und das Brausen des Donners und das Zucken der Blitze, der ewigen Bergsen und ver Gestirne zahlloses Heer im unendlichen Raum, ung des Göttlichen, so daß wir in Andacht, vor dem Welteno unser Auge ein vollendetes Kunstwerk schaut, und wo unser m Wohlklang lauscht, auch da wissen wir dem Unendlichen ijvären wir dem Irdischen entrückt, und andachtsvolle Stimmung doch, ein anderes ist's um die Andacht im Gotteshause. Stätte ist dem Herrn geweiht; hier sind wir alle, wenn losgelöst von dem Treiben der Welt; hier regt sich in uns sselbe Verlangen: wir wollen in die Gottheit uns versenken bannt jede unlautere Regung aus unserem Herzen. Wir Haus betreten, das Köstlichste von draußen mit herein: die dem gottgeweihten Tempel. Und mit der Stimmung des Stimmung des Raumes, und zu der Weihe der Seelen gesellt s, und mit. der Sprache des Herzens eint sich die Sprache der Gotteshauses atmet vollendete Harmonie. Es ist, als ob Und