Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 7 (1.8.1905)
- Date
- 1905-08-01
- Page
- Seite 166 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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— ltiti „ i d)üblich„ 3 e vo cf> t" odcr „ un g e vc cf) t", „ 3 u t" 0 Pc v „ f ch l e ch t", „ l)ei l i3" ober „tjreuelhart". Die Ästhetik fragt nach dem „Wie" und antwortet mit „angenehm" oder „unangenehm ", „schön" oder „häßlich", „erhaben" oder „gemein". Tie Logik fragt nach dem „Was" und antwortet mit „richtig" oder „falsch", „wahr" odör „unwahr". Der Verfasser stellt schließlich die sehr anfechtbare These auf: Tie Grundidee oder das Wesen des Indentums besteht in dem streben, dic Alleinherrschaft der Ethik \u begründen und die Logik und die Ästhetik, f 0 f e r n f i e n i ch t e t h i sch e n io e cf e n bi e neu, rückfichtslo S $ n ‘b e f ä m p f e n. Daß diese These im Bezug aus das Judentum im Allgemeinen in dieser Eckigkeit und Kantigkeit und im Bezug auf das moderne Judentum insbesondere nicht stimmt, wird jeder zugeben, der die Historische Entwicklung des Judentums mit unbefangenem Auge betrachtet. 'Was Spinoza für beu Zusammenhang des Judentums mir der Logik geleistet, ist nicht zu übertreffen und daß die RefoVmbestrebnngen innerhalb des Indentnmes auch den ästhetischen Anforderungen gerecht zu werden sich bestrebten, wer will das leugnen, tun gar nicht davon zu reden, was die Inden ans dem Gebiete des schönen und Wahren überhaupt im Allgemeinen geleistet haben. Das fünfte Kapitel, trägt die Überschrift: Entwicklung der Idee des Judentums. Elias Jacob schreibt selbst: Wer Zinn und Berstaudnis für sittliches Wollen und sittliche Größe hat, muß mit staunender Ehrfurcht zu der sittlichen Höhe hinansolicken, die das Judentum im Verlauf seiner Geschichte erklommen. Ta nur die Ethik herrschen sollte, hatten die Inden' den Kampf gegen die ästhetischen und logischen Anschauung"?- weife» auszunehmen, die den Menschen eigen sind. Jim Kampf gegen die 'Natur mußten sie unterliegen. Unter solchen verzweifelten Anstrengungen, die Alleinherrschaft der Ethik auf Kosten der Ästhetik und Logik zu erhalten, krachte das jüdische Staatswefen in allen Ingen und brach unter Titus schließlich zusammen. Das sechste Kapitel bespricht: Tie Vorherrschaft der Ethik in der jüdischen Literatur. -Aach des Berfasfers Ansicht spitzt sich der Kampf gegen die Ästhetik zu einem Kampfe gegen den Götzendienst zu und sind die Ireveltaten des Volkes Israel nur elementare Ausbrüche des unterdrückten ästhetischen und logischen Bedürfnisses gewesen. Ter Verfasser will die Naturfeindlichkeit des Judentums, die man ans unzähligen stellen widerlegen kann, mit dem talmndifchen Save dartnn; Wer auf dem Wege geht nnb das Gesetz studiert und sein Studium unterbricht und spricht: Wie schön ist dieser Baum, wie schön ist dieses Ackerfeld, dem rechnet es die Schrift an, als hätte er fein Leben verwirkt >Abot. 3,!*!. Iw Verlaufe seiner Abhandlung behandelt der Verfasser im siebenten Kapitel unter „Ursprung und Durchführung der jüdischen Idee" auch die Beziehungen des Judentums zu den assyrisch - babylonischen Entdeckungen unter Hinweis darauf, daß in allen bisher anfgefnndenen Skulpturen auch nicht eine einzige erotische Darstellung sich befindet. Damit er aber in seiner Auffassung von dem Wesen des Judentums