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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1905-08-01 · Heft 7 (1.8.1905) · p. Seite 163

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
25 (1905)
Issue
Heft 7 (1.8.1905)
Date
1905-08-01
Page
Seite 163 (sequence 19)
Language
German
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— 163 — fangt. X «B iu i v b c n M u t d c v u o 11 c n 3B a b r l) e i t lt i d) t me h r haben, daß iu i r aufhör e n a n der Vollko m m e n b c 11 z u arbeiten dadn r ch, daß wir st r e n g e und o f f c n b are Kritik üben, das i st der größte Schad e n ". Das Mekn des Judentums« llnttT diesem nicht mehr ungewöhnlichen Titel ist jungst bei Hüpedeu Merzpn -Berlin, Leipzig, Paris 1 >ö* in dem (Gesamtwerte „Kulturpro.üeme der Gegeinvarl. heransgegeben von Leo Berg" eine bs;> weiten umfassende Schrift von Tr. I. Fromer ^-Elias ^acob» erschienen. Bon dem Verleger werden Schriftsteller, die unabhängig sind und die etwas flir unsere Kultur Wichtiges \n sagen haben, zur Mitarbeit eingeladen, uitd man könnte aus dieser Aufforderung den Schluß stehen, daß auch vorliegendes Buch nach dieser Richtung hin von Bedeutung ist. Wir wollen uns jedoch, da wir iu vielen Punkten mit dem Verfasser nicht libereinstimmen können, mehr referierend als kritisierend verhalten und es dem Leser uberlassen, sich diesen immerhin beachtenswerten Anregungen ,;u überlassen und sich selbst ein Urteil zu bilden. Es läßt sich int Allgemeinen nichts dagegen etinueuben, wenn der Verfasser in der Einleitung daraus himveist. daß in der Mitte zwischen blindmachender Liebe auf der einen und verzerrendem Hasse auf der anderen 3eitc das breite Heer der Unwissenden sich befinde, lvodurch die Erzielung einer Verständigung ausgeschlossen bleibt. Ter Verfasser sagt von sich selber aus, daß er. sotveit sein Gemüt iu Betracht kommt, mit X!db und Seele dem Iudeutume angehöre, und daß er auch im jüdischen Religionsverbande lebt und darin weiter beharren null, daß er aber bei seiner Untersuchung das von Liebe und Haß belvegte Gemüt möglichst zu unterdriicken beabsichtige. Taß ihm das durchweg gelungen, möchten lvir bezweiflen. da sein Lebensgang eine gewisse Verbitterung, die manchmal durchblickt, nicht so leicht rvegspült. Elias Jacob, aus einem russisch polnischen Ghetto als Sohn orthodoxer Eltern stammend, war bekanntlich von HM»—11 >04 Bibliothekar der Berliner jüdischen Gemeinde, aus welcher Stellung er infolge Veröffentlichung eines Aufsatzes in der ,,'stikunsl" ^ahrg. 1J, Ar. , von dem vorliegende Arbeit eine weitere Ausführung ist,. eutlasseu wurde. Ter Verfasser ist gegenwärtig, wie er schreibt, mit der Ausarbeitung einer Realconcordanz der gesamten talmudisch rabbinischen Literatur beschäftigt, und wünschen wir nur, daß er bei dieser Arbeit die nötige Ruhe und Objektivität sich wahre, damit er nicht unter die Schmäh schriftsteller des Judentums gerate, wohin er bereits von Vielen gezählt rvird. Elias Jacob ist es im Lause seiner, große Schlvicrigkeileu überwindenden, geistigen Entlvicklung

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