Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1905)
- Date
- 1905-05-01
- Page
- Seite 119 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2969669-2970014-2970020--7621-2978308- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
119 ist für die Befähigung der Individuen, in der Mnnft Grones;,u leisten, so müssen die ^uden ebenso wie jeder über solche spezielle Eigenart sich erbebende Mensch die Befähigung haben, der sinnst einen lebendigen, wahren Inhalt zu schassen. — Herr Otto Schauerte in Düsseldorf hat nach Verhandlungen mit Mitgliedern dev früheren Komitees für die Errichtung eines Heinedenkrnals in Düsseldorf und Beitragszcichnern, der Stadt das folgende Schenknngsanerbieten gemacht: „Hierdurch mache ich der Stadt Düsseldorf folgendes Anerbieten: Als Pfleger des von dem ehemaligen Komitee zur Errichtung eines Heinedenkmals gesammelten Fonds beabsichtige ich der Stadt Düsseldorf im Einverständnis mit dem Vornnmdschansgericht eine aus den Geldern dieses Fonds auzukaufende Bibliothek, bestehend ans Werken von und über Heine, sowie eine anzuschaffende Heinebüste mit der Auslage zuzuwendeu: 1> die Bibliotek in einem passenden Raume innerhalb der Landes- und Stadtbiblivtbek als geschlossene Sammlung anfznbe wahren: 2i in diesem Raume auch die erwähnte Büste Heinrich Heines auszustellen. Sodann beabsichtige ich, die nach Anschaffung der Bibliothek und der Büste etwa noch verbleibenden Gelder der Stadt Düsseldorf mit der Bestimmung zuzuwendeu, daß damit der Raum, indent die Bibliothek und die Büste aufbewahrt wird und etwa in der Bi bliothek bestehende Lücken ansgefüllt werden. Ich habe mich des Einverständnisses eines Teiles der lebten Mitglieder des ehemaligen Komitees für Errichtung eines .Heinedenk mals versichert und glaube mir dieser Anwendung im Sinne der Stifter zu handeln." Das .Kuratorium der Landes und Stadtbibliothek, uuc auch die Finanzkommission haben empfohlen, die wertvolle Schenkung anzunehmen, da in dem Erweiterungsbau des ttittuV gewerbemnseuins, der die Stadtbibliothek künftig beherbergen soll, auch die Möglichkeit würdiger 'Aufstellung gegeben ist. Die Düsseldorfer Stadwerordnetenverwnnnlung hat mm in einer Sitzung nach dem streng sachlichen Referat des Beigeordneten Dr. Johannes Feig und nach einer kurzen, sehr warmen und eindringlichen Rede des Stadtverordneten Dr. Brandt die Schenkung unter dem 'Ausdruck des Dankes einstimmig angenonttnen. Es herrscht heute in Düsseldorf Einmütigkeit darüber, daß die Vaterstadt des Dichters diesem lticht ein Denkmal verweigern könne und dürfe, wie es die Heinebibliothek darstellt. Auch eine Büste Heinrich Heines, wahrscheinlich die von Ernst Herter, wird in den Bibliorheksräumen aufgestellt werden. So har die Stadt Düsseldorf, die Geburtsstadt Heinrich Heines, das Andenken des großen deutschen Dichters in uuirdiger Weise dauernd geehrt. — Bon der Groß löge für Deutschland VII! II. O B. B. wurde im Jahre 1904 ein Antrag angenommen, an der Förderung und Verbreitung einer für die jüdische Jugend geeigneten Literatur tatkräftig mitzuwirken. Eine Kommission von Fachmännern, welche den Auftrag erhielt, über die Mittel uitb Wege zur Durchführung dieses Beschlusses zu beraten, hat nach mehrmaliger Tagung nunmehr ihre Vorschläge überreicht. Als die zunächst nächtige Aufgabe erscheint cs ihr, einen Überblick über den Umfang und den Wert der bereits vorhandenen und zum Teil wenig bekannten Iugeudschritten zu gewinnen. Darum soll ein Organ gegründet werden. in