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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1905-05-01 · Heft 5 (1.5.1905) · p. Seite 116

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
25 (1905)
Issue
Heft 5 (1.5.1905)
Date
1905-05-01
Page
Seite 116 (sequence 20)
Language
German
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116 Ullrichen in Stat «Marokko erforderten einen Aufwand von Jrks., ferner wurden .sowo Srf*. "ach ws, Wabat lind ISaiablauca gezahlt. Touu Jrks. erhielten die Ad' gebrannten von Kntti nnd. Zloczow. Der Vortragende sprach sodann über die allgemeinen Prinzipien der Atlianee. Er zeigte an dein Lehrplan der Schule in Tetuan «der ältesten, gegründet 1<S()2i nnd der Schule in Jerusalem, welch großen Raum das Hebräische im Unterricht einnimmt: dnrchschlüttlich in jeder Klasse wöchentlich mehr als 1<> Stunden Un der untersten Klasse in Jerusalem mit Hebräischschreiben zusammen A) Stunden tvöchentlich«. Abgesehen von Hebräisch werden in den Atlianeeschnlen Arabisch, Türkisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch imb Englisch unterrichtet; das Deutsche in Jerusalem, den ck größten Schulen von Konstantinopel und Rnstschnk. Eine Subvention von jährlich 200Ö SWf. erhält das deutsche Waisenhaus in Jerusalem. - Znm Schluß betonte Redner den Wert, den gerade das universelle Prinzip der Alliance habe: Baron Hirsch habe nach dem Muster der Alliance die I. E. A. international errichtet. Ans allen Gebieten, welche über die lokale Wohltätigkeit hinansgehen, sei die Alliance bahnbrechend gewesen: in der Errichtung von Schulen, von Handwerkerschnlen, in Errichtung der jüdischen Ackerbanschule bei Jaffa, der ersten jüdischen Ackerbankolonie nnd der ersten jüdischen Kolonie in Palästina. Endlich nicht zum wenigsten in der Answanderersrage. Die Hunderte, welche die Alliance nach der Hungersnot von is<i!> an* Rußland nach Amerika beförderte, haben, da sie wirtschaftlich gut fortkamen, das Beispiel zur Massenanswandernng nach Amerika gegeben. Obgleich die Jahresbeiträge bei dem großen Budget der Atlianee eine verhältnismäßig geringe Rolle spielen, könne sie natürlich immerhin mehr leisten, je mehr Einkünfte sie haben, nnd die Propaganda für sie in Deutschland sei, 'abgesehen von ihrer ruhmvollen Vergangenheit ltnb ihren bedeutenden Leistungen in der Gegenwart, auch deshalb erforderlich, um den universellen Eharakter der Atlianee ansrecht zu erhalten. An den Vortrag schloß sich eine Diskussion, an welcher namentlich die Herren Dr. Bernfeld, Rarhan nnd Rechtsanwalt Mendel teilnahmest. Die ansgelvsten Mitglieder des Komitees, nämlich die Herren H. P. Gold schmidt, R. A. Dr. Hantke, Dr. med.' Lehfeldt und ^onis Rvsenbanm, wurden wieder gewählt. — Im jüdischen Litteratnrverein in Krefeld hielt Herr Rabbiner Dr. Eob lenz-Bieleseld einen sehr beifällig ansgenommenen Vortrag über den Zionismus. Es gibt Wörter, so führte Redner ans, die eine ganze Welt von Gefühlen in uns wach rufen. Insbesondere hat das Wort „Zion" für jeden Gebildeten einen heiligen Klang. Wir verehren in Zion die tote Mutter unserer modernen Kultur, die Hoffnung auf die Zukunft Jerusalems jedoch lehnen nur ab, und damit scheiden wir uns von den Zionisten. Redner gab dann zunächst ein objektives Bild von dem Wesen des Zionismus. Die Idee des Zionismus ist sehr alt. Die Todesstunde der nationalen Selbständigkeit Judäas ist die Gebnrtsstunde des Zionismus gewesen. In dem ganzen Leben und Wirken der Inden, in religiösen Sitten und Gebräuchen, und insbesondere auch in ihren Gebeten kam und kommt ihre Hoffnung ans Zion zum Ausdruck. Dieser religiöse Zio-

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