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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1905-05-01 · Heft 5 (1.5.1905) · p. Seite 115

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
25 (1905)
Issue
Heft 5 (1.5.1905)
Date
1905-05-01
Page
Seite 115 (sequence 19)
Language
German
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115 wurden im Jahre 1003: eine Knaben und Mädchenschule in Bassorah -Ololf van Persiens die Mädchenschule in Monastir und 2 schulen in Ehiraz: 1 Mt>4: eine Knaben und Mädchenschule in Janina, eine Mädchenschule in Aidin, ein Kindergarten in Jerusalem. Mit^Beginn des neuen Schuljahres werden eine Knaben und eine Mädchen schule in Sfax (Tunis) und Rodosto eröffnet, sowie eine Sdjuic in Kermanchah .Persien Sobald die Verhältnisse in Marokko sich gebessert haben, sollen Schulen in Meaninez, Alcazar uub Mazagan begründet werden. In Tantah >Ägvptcn> ersolgt die Eröffnung der Schule, sobald das von der Gemeinde errichtete Schulgebäude vollendet ist. Vorbereitungen werden ferner getroffen, um in Jemen Elementar- und Handwerkerschulen zu errichten. Die Alliance hat im letzten Jahr für die Schulen omoOO Jyrfv. ansgegeben, wozu noch WH)000 Jrks. Beiträge der Gemeinden und Schulgelder kommen. Die Gemeinden bauen und unterhalten ferner die Schulgebäude, sofern diese nicht aus besonderer^Schenknng errichtet werden. Als Beispiele der letzteren Art erwähnte der Vortragende die vorn früheren Präsidenten, Herrn Goldschmidt, erbaute deutsche Schule in Konstantinopel, und die jetzt fertig gestellte neu erbaute Schule in Jerusalem, ein Geschenk der Baronin Hirsch. Die letzte derartige Schenkung ist ein Geschenk des Herrn Kadoorie in Hongkong, welcher zur Erbauung einer Bagdader Schule für etwa 000 Schulkinder das Geld gestiftet hat. Jür das von der Alliance unterhaltene Rabbinerseminar in Konstantinopel hat die dortige jüdische Ge:ueinde jetzt ein Haus geschenkt. Die Alliance hat im vergangenen Jahr ein Gut von lsm ha. in Algier angetanst, auf welchem frühere Schüler der Ackerbauschnle von Djedeiva als Kolonisten angesiedelt werden. Besonders segensreich hat sich das erst wcuigr Jahie bestehende Schulwerk in Persien erwiesen, wo mit der Errichtung der Schulen die \\i frühen Heiraten und die nicht seltenen Fälle von Polvgamie verschwinden und die Ehescheidungen an Zahl rapide abnehmen. Insgesamt beträgt das reguläre Jahres bndget der Alliance, d. h. die Beträge, die sie einschließlich der Zuschüsse der Gemeinden :c. verausgabt, weit über 2 Millionen Jrks. In das Jahr fällt die Eröffnung der neuen Bibliothek der Alliance in Anrenil, ivohl der größten jüdischen Bibliothek, die zuletzt durch den Ankauf der großen Bibliothek von Bernhard Bazare vergrößert wurde. Tie Tischlerarbeiten zu dieser Bibliothek sind ausschließlich von den Seminaristen des Lehrerseminars der Alliance gefertigt, die Tischlerei war ein Geschenk des verstorbenen Konsul Simon, der ein eifriges Mitglied des Zertralkomitees der Alliance gewesen ist. Als einzelne größere Aktionen der beiden letzten Jahre erwähnte der Vortragende die Tätigkeit in Rnniänien - Unterhaltung von Schulkantinen und Darlehnskassen), und die Sammlungen für Kischinew, ans deren Ergebnis noch im letzten Jahr 115(X>0 Jrks. zur Beförderung von russischen Auswanderern ans Galizien gezahlt wurden. Zu dem gleichen Zweck nnivbeii auch kleinere Beihilfen an einige jüdische Gemeinden in Deutschland, wie z. B. Gotlnb «Westpr. > geleistet, auch das Berliner Lokalkomitcc hat in einer Anzahl von Fällen russische Ausrvanderer befördert. Die

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