Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1905)
- Date
- 1905-04-01
- Page
- Seite 96 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Ueferatc und Mitteilungen. Tie Buchhandlung v'\. K anff m ann, Frankfurt a. M., hat ein Verzeichnis dko. 53 ausgegeben, welches „Hebräische Jnkunablen und seltene hebräische Drucke mit Anhang Schriften der Karäer" enthält, rvvrans die Aufmerksamkeit gelehrter Kreise besonders hingelenkt werden verdient. — Tie mit vielem Beifall ausgenommenen: Fünf Vorträge von Tr. Caesar Selig mann über: „Judentum und moderne Weltanschauung" sind lFrankfurt a. M., Verlag von I. Kanffmann) im Truck erschienen. Wir empfehlen dieselben unseren Lesern zur Anschaffung. Sie werden aus den aktuellen, inhaltsreichen und formschönen Ausführungen viele Anregung gewinnen und Aufklärung über wichtige Zeitsragen, insbesondere über die Stellung des modernen Judentums zur Naturwissenschaft und zur Philosophie. - - Im Verlage von I. K a u f f m a n n, Frankfurt d. M., ist erschienen: ,/Worte bei der Schillerfeier der Unterrichtsanstalt der israelitischen Religionsgemeinsch.nt zu Frankfurt a. M., den 9. November 1859, am Vorabend der Schillerfeier, gesprochen von Samson Raphael Hirsch, Rabbiner der israelitischen Religionsgesellschaft und Rektor der Unterrichtsanstalt «Nach stenographischer Aufzeichnung). Zweite unveränderte Auflage.". Aus dieser Schillerrede sei hier der Satz <S. 10} hervorgehoben: Aus, das; immer mehr und mehr das Bewußtsein im Kreise der Menschen wach werde, daß man Mensch sein könne ohne eben einer gewissen Kirche anzugehören das würden unsere Weisen als eine Dämmrnng jenes Morgenrotes begrüßt haben, wo die Menschen einst all? ansstehen werden und die Binde vollends von ihren Augen satten wird und die Gemüter und die Geister wach werden und matt endlich ans weitem Crdenrnnde begreifen wird, daß die Menschen nur Menschen zu sein brauchen um sich auch gut und glücklich ans Crden unter ihrem einigen Vater in: Himmel zu finden. Möchten besonders die orthodoxen Inden diese Worte ihres Meisters beherzigen, dann werden sie von der Schillerseier einen geistigen Geivinn zu verzeichnen haben. — „Babel und Bibel." Dritter i Schluß-, Bortrag von Friedrich Delitzsch. Mit 21 Abbildungen. Stuttgart. Deutsche Verlags-Anstalt. Geh. Mk. 2, Kart. Mk. 2.5«X Unter diesem Titel liegt uns der letzte in Barmen, Köln und an: 9. November 1904 auch in Frankfurt a. M. von Friedrich Delitzsch gehaltene Vortrag vor, in welchem er seine populäre Darstellung über die Bedeutung der babylonisch - assyrischen Funde vorläufig zum Abschluß bringt. Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß durch die Funde unser geschichtlicher Blick sich weitet und daß auch über das Wesen und die Bedeutung des althebräischen Schrifttums dadurch viel Licht verbreitet wird und ist es anerkennend hervorzuheben, daß Delitzsch >im Verlause seines Vortrages < S. 36) mit nichts zu wiinscheu übrig lassender Klarheit es endlich ansspricht: „Doch nröchte ich hier einen solchen Nachweis nicht f ühvcn, am aflermenigsten zu dem Zwecke, die babylonische G o t t e s v e r e h r u u g d c nt semitischen 9){ onotheismns z u ii ä h e r n. I n d i e s e m Punkte bleiben Babel und Bibel Gegensätze für immer. Mit seiner Hypothese, daß die Samaritaner und Galiläer, ihrem Ursprung nach, Babylonier seien, was sich in Zukunft für die ncukestamentliche Forschung als der Berücksichtigung wert