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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1905-04-01 · Heft 4 (1.4.1905) · p. Seite 94

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
25 (1905)
Issue
Heft 4 (1.4.1905)
Date
1905-04-01
Page
Seite 94 (sequence 22)
Language
German
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— — mo^re und iX'vhalb allen bAngehörigen der Armee, ,;u wetchein Glauben sie sich auch bekennen, die gleichen Rechte für gleiche Pflichten und gleiche Leistungen durch'eben würde. Daran aber hapert es bekanntlich seit langem in der prenstischen Armee." - Uder „Herder und das Judentum" dielt Herr Pros. Dr. Endung Geiger-Berlin jüngst in .Hamburg einen Partrag, Hit feiner Ginleirung wendete sich der Redner gegen die ungerechte Beurteilung, die in den von Hilden lierrnbrenden lüswrinchen Arbeiten Herder \w teil geinardeu ist. betonte die Berechtigung, auch in jüdischen Kreisen Herders zu gedenken, und gab eine allgemeine Charakteristik' des groben Delirifrttellers. 'st lern de bandelte er Herders Stellung zur Bibel, ihre Rettung und Überführung in die neuere -seil als Palladium alles . Glandens. Gr ncvuu'ilto ausführlich bei dein „Ok'ift der hebräischen Poesie" und fasste die Wirkung dieser bedeutsamen 3rfn'ift darin unammen, das; sie das Pornrteil der Aufklärer verstört bade, die Bibel sei das Heugnis eines roden Polles, und eine grobe Reibe wissenschaftlicher 'Arbeiten angeregt und mächtig aus die Dichtung gewirkt bade. Ter Redner ivracb sodann über Herders llbersevnngen itnd legenden und wies mir besonderen! Flachdruck ans den „Tod Mows" bin. Pon da ging er über an- Herders Perbalrnis;n Aiendelsfobn. zeigte Herders Begeisterung und Persnwmung und senke auseinander, nne Mendelsiobus 3cbüchrernbeir und die lokale Guuernuug eine loirtliche Huiiniiiär niclir ermöglicht l'ätten, nne aber Herder in einem schonen 'Briefe nach Hessings Tode Riendelssolms Freundschaft erbeten dabr 'Auch praktisch, so südrt der Redner lveiter aus, bade Herder für die Hu den gelvirkt. Gr zeigte dies dnieb eine ansfubrliche GRarakterinik der „Hnmanilätsbriefe" und bewies dnrcb den Porlrag ztoeter .Grellen ans diesen! Werke und den „HdeenH mit welcher Gnergw siäj Herder gegen' Perfolgnugeil liberbanor und für die grobe geschichUiche Be dentnug der Huden anssprach. Wie zur richtigen Erkenntnis der Huden in der Per gangeilbeit. io babe Herder auel> fbrr.die Niegenwart in feiner;->ottfd)vift „Adrastea" zu umten ge'uan. H,n oiou'ni '»wecke wurde der Abschnitt „Die Pekebrung der Huden" eingebend dnrchgeuommen . und die drei Porschläae beleuchtet, den Huden die Duelle ehrlosen Gewinne:- u; vernovfcn. uoertens. die Gbrinen rn ermahnen, den Huden mit gutem Beispiel'voran uageben. drittens, die Hilden \n ermuntern, ihielt Audern eilte bessere Grziebuug Ul Ai oral und >tnluir \\\ getoäb reu. Ans der ,.'Adrastea" ionrden zwei 3teilen milgeteilt. die. eine, in der einzelne eidgenössische Gchriftsteller als völlig gleichlvertig der rächtet, die andere, in der ein schönes Bild von der Pervollkomnntnng der Huden in der Hu lauft;u einem geistigen Palästina gegeben wurde. Der Redner schlos; mit der Herde: scheu Gra'oschtifr: „buchs. Webe. bselen". und zeigte, nne diese drei Worte und 'Begriffe auch das bleleusmoito f.ir die Anhänger des Hndenlums fein tonnten und innsiten — Hn Berlin hielt He:r Rabbiner Dr. Gnttmann ans Breslau einen Portrag über „Die RA'formarivn und die Hnden". Der Redner besprach zunächst die ,Trage: Was hat die Reformation den Hnden;n verdanken'? 'Ansgebend von dem Reuchlin-Psefferkornfchen 'Talmndstreir noies er in. überzeugender Weife nach, das; der lNamps itm das jüdische 3chrifrtnm der Porbote der Reformation geivesen sei. Gr schilderte sodann die Bedeutung, welche jüdische Gelehrte und die Wissenschaft des Hndentnms auf die Gtrömungcn des Humanismus und der Renaissance ansgeübt haben, um dann im zweiten Teil' feines klaren und inteveffautett Ponrags Wllhers Gtellilug

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