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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1905-04-01 · Heft 4 (1.4.1905) · p. Seite 90

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
25 (1905)
Issue
Heft 4 (1.4.1905)
Date
1905-04-01
Page
Seite 90 (sequence 18)
Language
German
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00 Tie türkische Negierung. die lange dein nu»ftcn Tieil en Sabbiitai** und seiner tolle» Anhänger strüschloeigeud;n^efeOou lnm\ fnI) sich endlich doch veranlagt, flogen den nressianischen 3ch!vind!er einznsehreiten nn.d die von ilnn heranfbeschworene Bewegin'g zn unterdrücken. 3abbatai erhielt daher den behördlichen Auftrag in Constantinope! zn erscheinen, Gr nnir verroegen genug. ßba mit einer glanzendeit 3nite nach dort ein;ufrl)if? en. (iv nun* di ec-. zn Anfang de? ^avrec- 1 r>r>r>. tHl* er daselbst, nachdenl bnv 3chisf, bav iliit tnu;, einige Wochen mit einem heftigen 3tnrme zn kätnpsen hatte, gelaildet, befand sich der 3nltan in Adrianopel. Ter Großvezier, der dent 3nltan von der ')hihum de? si.ch als Bckn'sias angeknndigten bünsivieglers berichtet hatte, erhielt den s?(mnm], den Unrnbestisrer sofort verhaften zn lassen, ^itiolge dessen sandte der Gros; vezier oiuett mit .">0 ^anitichaten ,zn 3abbatai, um ibn in Berroahrnnq zu bringen: allein die imvosänte, Ebrinrcht gebietende Gestalt 3abbatai's machte einen solch tiefergrei»enden Gindritck aus dieselben, das; sie unverrichteter 3ache znrückkehrten. Ter (^roßvezier schickte einen zweiten ^lga mit ziveihnnderr ^anitscharen. aber auch diese untren nicht fähig, üch des falschen Bcessias zn bemächtigen. 3abbatai lies; daher durch den zweiten Aga dem Großoezier eröffnen, das; es nicht nötig sei, ihn gewaltsamerwei'e \\\ uci'bafreu, da er sich freiunllig ihm stellen werde. 3abbatai verfügte sich daher;mn Großoezier, von dgm er in ehrerbietigster Weise empfangen und würdevoll behandelt tvnrde. önchlsdeßoweniger. lieh il;u der Großoezier nach >tntohra und später nach Abpdos in das kaiserliche 3chloß in (ssewahrsam bringen. Tort wurde ihm eine prachtvolle Wohnung eingeraumt und gestattet, Besuche zu empfangen. Auch hier führte er einen großen Hofstaat wind nahm von Tepntariouen und Al geordneten, die and allen Gegenden herbeieilten.! um dein geiangenen b-Aessias ihr Beileid anszndrücken, Huldignngen entgegezr. Ter Haßellan de-? 3ch!osse? machte durch die Amoesenheit 3al batai'd glänzende (Geschäfte, denn seder fremde, der den Messia-? zu sehen wünschte, mußte ein Gunnuttsgeld entrichten'. Gben'v einträglich loar die (Gefangenschaft 3adbatai's für die Bewohner von AlndoS. da sie siel; fiiv Wohnungen und Lebensmittel riesige 3nmmen von den fremden bezahlen ließen. 3e!bn ans dem entfernten Weinberg kamen z;oei Abgeordnete nach Abpdos. um den Bceckias, denen üLps auch dabin gedrungen war, persönlich kennen \\\ lernen. Ter eine war ,Vitia, 3obii de-? bevobmtou b{. Tavld lde;vi, Berfassers de.? „Iure 3ahab/' der andere sein 3tiesbruder ßeb Herz. 3ie mußten sich zuvorderst nach Gonstantnwpel verfügen, n'o sie vonGlbrabatn 3oct)iiti, einem eifrigen Berehrer 3abbatai's, mpstisch bearbeitet, dann erst! uon 3abbatai empfangen wurden, ßseiaia erhielt auch von ihni für seinen greisen Baser ein seidenes Unterkleid zum (beschenke mit dem Bemerken, daß e-? ibn verjüngen werde. Ta 3abbatai bei dieser Gelegenheit erfuhr, daß in fernen Landen ein Prophet lianien-? sJiehemia Niobeit ausgetreten sei, der die baldige Ankinfft des sebnsnchtsooll erlvarteten Messias verkündete, ohne aber 3abbatai als den eigene luiiou Bleisias vroklamierr zu buben, übergab er dem ßsesaia ^ewi für dessen Bater ein 3ehreilen mit, da-? mit dem Aufträge schloß: „Aehemia möge sofort zu mir fommen." Tee 3chwärmer und Gaukler von Abädos ahnte flicht im entfevntcften, daß die Ankunft tUebemhr? für ibn verhängnisvoll l verden lonrde. Als ^Lehemia erfuhr, daß 3abbatäi ihn zu 'prechen dringend wünsche, reiste er sofort nach

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