Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1905)
- Date
- 1905-04-01
- Page
- Seite 86 (sequence 14)
- Language
- German
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Mc ^eltpcitkf)e ztir Höherzüchtnng bcc Thpns ^u'iifcl). 2l5ir sehen, der Philosoph 3tcin ift bei dein Prophensmns dem Schöpfer der KA'essiasidee angelangt und das Judentum kann stolz darauf sein. das; die moderne Philosophie in es einmündet. Ter glänzendste Vertreter eine* universalistisch gestimniten Cinnniviiniv ist und 11 ciL t Iesaias mit seinen herrlichen Worten „Und es wird am Ende der- Tage sein, fest ist der Berg dev Herrn anr der Vergesspine: er ragt nnrer den Hügeln empor und m ihm strömen alle Völker der Erde." Ter Erlöser, wie Imams ihn zeichnet „richtet nach Gerechtigkeit die Armen, uitb entscheidet nach Villip teil zu Gunsten der Gebeugtesten der- Landes." Ihm reiln sich Sacharin an mitj den herrlichen Worten, die den Höhepunkt altes Sptirnisnttls bilden „Und der Ewige nned König sein oder die penne Erde. An diesem Tage wird der Ewige einer sein und sein Aame Eine.." „Er verkündet Iriede-t den Völkern und seine Herrschaft reicht voni Meer zu Meer, oon Strom zu Strom bis arls Ende der Erde." Das nationale Judentum* . Vou 1 >!'. KV. H. T r i c b i ii n b c r. \' I. ^abbcrthai Zcbi. Tas Stnditinr der lopsoertoirrenden Kabbala haue int 17. Jahrhundert einen solch riesigen Aufschwung genommen, das;, iel.ü Jünglinge sieb einschließlich mit der Gebeimlehre, diettachPen Anschauungen der damaligen 7U'it eine nberane aseetiiehe Gebensweise erheischte, befaßten, während sie die Studien der lnlmudischen Aiteratnr nicht l-tos oernachlaßigten^ sondern sogar entschieden oerpönien. Sie widmeten ihre ganze Zeit und Kraft kabbalistischen Schwärmereien und die natürliche Iolge dieses nn tvürdigen und uiljüd!ischen Treimms war., daß die (Keiner walmnmnachtet wurden und die Herzen den Sit? Niedriger Kmdew.h nteul öttdeien. Ter Sobar," dieses höchst sonderbare und antijüdische Genndsäve und Prinnoien enthaltende Machtoerk des Moses b. Schemwb nu-> ^oon,| der in der noeiren Halste des!N. Ialv htindens leite, tonrde von ihnen, da sie ilm gl-? P vdnkt de-? hervorragenden, der Mustik huldigenden Tanaiten R. Simon 'r. Zoehaij etrachte'.eu, als eine heilige'Bibel und jeder halbwegs routinierte Kabralist nnd^Avenstn e ata etn A galt vereinet. Tie Mahnrufe der bedeutendsten und ane kanniesten ra bijiischen Autoritäten, die ans die schädlichen To!gen der manischen T^nmiereien ansmertsam machtet!, verhallten vergeblich in der von kabbalistischen Sch.n-ärmereien verpesteten Kuit. Ungesunde, ja höchst schädliche, geinvergittende Miasmen stiegen ans der Erde empor und schwame Gewitterwolken drohten den Horizont des friedlichen jüdischen Iamitienlel ens;n verdunkeln, tvie ilberhanpt das Indentnm in seinen Grundfesten gewaltig zu erschüttern. Wahrend das schtvache wehrlose Israel von Außen, von erbitterten T-einden nnansgewht! edroht wurde, haben seine inneren Teinde die Antitalmndisten mnd kabbalistischen Schwärmer gleich tonhlenden Maulwürfen