Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1905)
- Date
- 1905-04-01
- Page
- Seite 79 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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79 In keiner s}iot nns trennen und Gefahr. Wir wollen bauen auf den höchsten Gott Und 1111? nicht fürchten vor der Macht der Menschen." Was mögen Deutschland? Zähne beim Klange dieser Worte empfunden haben, damals, als Aapoteons Fremdherrschaft auf unserem Lande lastete' Welchen Wiederhall werden die Verse gefunden haben: „Unser ist durch tausendjährigen Venu Der Boden und der fremde Herren knecht Zoll kommen dürfen und uns betten schmieden Und Zchmach antun auf unsrer eignen Erde. Bein, eine Greu;e hat Tnrannenmacht, Wenn der (Gedrückte nirgend-? Riecht kann finden, Wenn unerträglich lvird die Last, greift er Hinauf getrosten Mute-? in Den Himmel Und holt herunter seine ew'gen Rechte." Gar mancher Vater diirfte damal? seinen Zohn vermahnt haben in der Weise de? alten Ettinghausen? .- Alt? Vaterland, an? teure schlief; dich au. Das halte fest mit deinem gangen Herzen. Hier sind die starten Wurzeln deiner Mrart. Dort in der fremden Welt stehst du allein, Gilt schwanke? Robr, da? jeder Zturm zerkllickt. Zchiller, der Dichter der Treue gegen da? Vaterland, ist aucti der Zanger der Dreue gegen die Treunde. Wie die Ollocte hoch iit den Lu neu den Ztürmen trotzet und von sich rühmen darf.- Kul-nni hanir«*. ich breche die Bl ine. w ist auch die Irennd schaft?treue eine Macht, daran die Wogen de? Zchicksal? zerschellen. Unser Dichter hat immer da? Bedürfnis nach Freundschaft enlpfundell. Von Natur offen und mitteilsanl, hatte er Den Drang, sich hinzngeben und sein Innere? Dem Ireunde zu ersthl testen: „Du, die du alle Wunden heilest, Der Freundschaft leise, garte Hand De? Leben? Bürde liebend teilest, Dll, die ich frühe sucht' und fand. Und all andrer Ztelle siligt er: „Wem der groste Wurf gelllllgetl, Eine? Trelllldes Frelllld zu sein ... Mische seinen Jubel ein " Der treue Helfer bei der Ilucht au? Ztuttgart, der Mllsiker Andrea? Ztreicher, der seine Barschaft mit dem Dichter teilte und in rührender Hingebung all ihm hing, lvar der Irennd de? Jünglings. Den reifenden Mann nahm Ehristian Gottfried >torner in sein gastliche? Hali? und gewahrte dem nach mannigfachen Irrfahrten Ermüdeten die nötige Ruhe;n lveiterenl diebteriststen Zchaffen. Im vertrauten Umgang