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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-10-01 · Heft 10 (1.10.1904) · p. Seite 238

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 10 (1.10.1904)
Date
1904-10-01
Page
Seite 238 (sequence 24)
Language
German
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| Mitgliedern sind Namen pon gutem Klang, wie die Primadonna Frl. Rosa Duce, i die in Frankfurt «■ M. künstlerisch tätig war, die Koloratursängerin Frl. Sophie Braun vom Hoftheater in! Koburg und die Mezzosopranistin Frl. Amalia Windholz von Brünn. Als I. Tcnfir fungiert Herr Julian Wilensky, rühmlichst bekannt von seiner erfolgreichen Tätigkeit in Linz und Graz, ferner Herr Emil Krause von Berlin, ein Stimmheros. Als Bassist wurde Herr Leo Goldhirsch vom Nationaltheater in Lemberg, als I. Bariton jg>err Sigmund Urich vom Landestheater in Agram ver' pflichtet. Jüdische Künstle^, welche der Antisemitismus in Europa boykottiert, finden derart in New-Iork für iljr erfolgreiches Wirken eine neue Heimstätte. Das ist die jüdisch-soziale Bedeutung ies neuen Unternehmens. Als erste Oper wird Halevy's .in Szene gehen. Eine neue Oper „Hiob", Text von ^Meisterwerk „Die Jüdin" f M. Haurwitz, a» deren Vertonung ein hervorragender Komponist arbeitet, wird in glänzender Ausstattung au sind geplant und diesbezügliche Unterhandlungen bereits eingeleitet. Anhänge: die Lehre von Rabbiner in Nentitschein. zehn Reden entwirft Herr geführt iverden. Auch Gastspiele hervorragender Künstler Hlefepate und Mitteilungen. Das Wesen des Judentums dargestellt in homiletischen Essais, nebst einem Gott, die Lehre von Menschen von Dr. Simon Mandl, Frankfurt a. M. Nerlag von I. Kauffmann 1904. In Dr. Mandl ein Bild von dem Wesen des Judentums, das augenblicklich die Gei ter mehr denn je beschäftigt. Er erblickt in der klaren Faßlichkeit seiner Lehre das Wesen des Judentums und im ewigen Sinaiwort, welches den Pulsschlag all^s sittlichen Lebens bildet. Die Thora Israels, sie ist gleichsam di? klassische hohe Schule alles Sittlich-Moralischen und ihr Unterrichts-, ihr Lehrplan besitzt ewige Aktualität. Auf dem Stamme des Judentums ruhe eine vieltausendjährige Vergangenheit und seine Wipfel ragen in die Fernen der Zukunft hinüber, weshalb Israel sein Träger stets alt bleibt aber nie alt wird. Das Wesen des Judentums erfordert Erkennen und Lernen, aber das Gute soll nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt werden, und das Rechtliche soll nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit Herz und Hand betätigt werden. Das Judentum, in welchem wir geboren, gereicht uns l ur dann zum Verhängnis, wenn wir dem äußeren Hohne keinen inneren Wert entgezenhalten können. Edel sein, hilfreich und gut, das ist das wahre Wesen des Judentums und das lebendige Empfinden für das Dasein Gottes in den Spuren ferner wundersamen Schöpfung, die ihren Ausdruck findet in edler Gesinnung und in opferfreudiger Tat. Unnachsichtiges Selbstgericht, Liebe gegen die Menschen und Demut vor Gott, sie geben dem Judentum das geistige Gepräge, das uns im Kampfe der Humanität gegen den kalten Egoismus leitet. Ferner bespricht der Redner die Dajeinsfreude, welche das Judentum kennzeichnet

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