Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 10 (1.10.1904)
- Date
- 1904-10-01
- Page
- Seite 228 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Forschungsarbe 228 — iten» die Einweisung und Anleitung der nach Jerusalem entsandten Jnstitutsgenossen, bin Verwaltung der Jnstitutseinrichtungeu (Sammlungen, Bibliothek) sowie die Wahrnehmung der Jnstitutsinteressen im heiligen Lande zu übernehmen. Als Genossen des Instituts werden a) jüngere evangelische Theologen entsandt, welche auf Grund dargetaner Befähigung für archäologische Forschung dem Vorsteher als Mitarbeiter zur Seite treten. Neben diesen können b) auch solche junge Theologen gewählt werden, die mit tüchtiger wissenschaftlicher Ausrüstung versehen, ein reges Interesse für die biblischen und kirchlichen Altertümer und die Kenntnis des heiligen Landes verbinden und, indem sie ihre biblischen Studien durch örtliche Anschauungen abrunden, geeignet erscheinen, den Ertrag der letzteren unmittelbar für das heimische Kirchenleben fruchtbar zu machen. (Stipendiaten.) Den in Jerusalem ansässigen, sowie gastweise anwesenden evangelischen Deutschen wie auch evangelischen Ausländer», die aus Reisen begriffen sind, ist, sofern sie gehörig legitimiert sind, die Mitbenützung her Bibliothek des Instituts, sowie die Teilnahme an den öffentlichen Vorträgen und den LehrauSfliigh», welche von denselben veranstaltet werden, offen z» halte». Die Ernennung des Vorstehers der Anstalt erfolgt durch den Ttiftungsvorstand und bedarf der Bestätigung des Kaisers. Die sachlichen Kosten der Forschungen, insbesondere der Ausgrabungen, werden vom Palästinaverei» übernommen. Die Kosten für Gehalt des Vorstehers und sonstige Generalkvsten werden auf die evangelischen Kirchen Deutschlands verteilt, Die Stipendien und Reisekosten der nach Jerusalem entsandten Theologen werden von denjenigen Kirchenregierungen getragen, auf deren Vorschlag die Berufung erfolgt. — Nach dem neuesten Hefte der „Monats' schrift für höhere Schulen Preußens" befanden sich im Schuljahr 1902/03 unter 5709 Abiturienten 374 Juden (davon 323 Gyinnasialabitnriente»). Von diesen 323 jüdischen Gynmasialabiturienten entfiel allein ei» Drittel auf die Provinz Prozent auf die Provinz Schlesien. Der prozentuale Anteil der Juden an der Gesamtzahl der Abiturienten stellt sich also auf 6,55"/», während ihr Anteil an der Bevölkerung nur 1"/» beträgt. — Der Lehrer und Kantor der Augsburger israelitischen Gemeinde, Herr Ernst Frankl, hat an der philosophischen Fakultät der Universität Bern das Doktorexamen magna cum laude bestanden. Seine Dissertation behandelt das Thema „Uber VorstellungselL^ieute und Aufmerksamkeit ein Beitrag z dem Abbruch der nr Reichenklaren-Klosters Baureste haben mit d sondern gehörten eine öffnung entspricht di schlanken Viereckpfeile ur experimentellen Psychologie". — In Main; sind jüngst bei alten, geschwärzte» Mauer, die das Gebiet des ehenialigen gegen Süden begrenzt, Reste einer frühromanischen Fensterarchitektur zu Tage getreten, wie sie dort überhaupt nicht vorhanden sind. Die er ins. 13. Jahrlmndert gehörigen Kloster-Anlage nichts zu Inn, n Prosan-Wohnbau des frühen Mittelalters an. Die Fensterm ersten Obergeschoß und ist von zwei Steinstützen, einem und einer Sichle unterteilt, so daß dadurch ein dreiteiliges Fenster gebildet wurde. An der Innenseite der Leibung ist noch der Verschlußort