Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 10 (1.10.1904)
- Date
- 1904-10-01
- Page
- Seite 227 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Synagoge war Dr A. Irllinrk, der später in Wien wirkte. Line frühere Synagoge befand sich da, wo seit 1857 des Königs Palais steht. Hier hatte die Brodyer Judengemeinde 1816 von der Universität einen Teil des kleinen Fürstenkollegmietweise i»ne. Noch früher (1784) hatten die Inden ihre Synagoge auf dem Brühl. — Am 27. September feierte der Nestor der jüdischen Lehrer Hessens, Herr Lehrer K. Warr in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag und wurden dem verdienten Manne, der auch Mitbegründer der „Achawa" ist, viele Beweise der Liebe und Anerkennung zu Teil. — Das deutsche evangelische Institut für Altertumswissenschaft in Palästina hat nach dem Bericht der letzten in Eisenach stattgehabteu Bertreterversammlung der deutschen evangelischen Kirchenregierungen eine gute Entwicklung genommen. Da Einzelheiten über dieses Institut so gut wie unbekannt sind, durften einige Mitteilungen über den Zweck und die Einrichtungen desselben des Interesses weitester Kreise sicher sein. Bei der unter Teilnahme des Kaisers stattgefundenen Einweihung der Erlöserkirche in Jerusalem hatte Oberkonsistorialpräsident v. Schneider (München) namens der evangelischen Kirchenregierunge» vor dem Kaiser die Bereitwilligkeit ausgesprochen, ein deutscheevangelisches Institut für Altertumswissenschaft des heiligen Landes in Jerusalem zu errichten. Die beabsichtigte Einrichtung wurde am 19. Juni I960 durch die deutsche evangelische Kirchenkonferenz in Eisenach einmütig gutgeheißen und trat nach landesherrlicher Genehmigung des Kaisers am 22. Mai 1902 ins Leben. Man erblickt in der Ausführung des Planes ein wertvolles Zeugnis für das alle evangelischen Landeskirchen Deutschlands umschließende Band gemeinsamer evangelischer - Interesse» und Aufgaben. Das Institut verfolgt nach der Stiftungsurkunde den Zweck, ans hem Gebiete der biblischen und kirchlichen Altertumswissenschaft die Beziehungen zwischen den Stätten der heiligen Geschichte und zwischen der gelehrten Forschung und dem Interesse der christlichen Frömmigkeit in der evangelischen Kirche zu pflegen Sie hat ihren Sitz in Berlin und unterhält eine den obigen Zwecken gewidmete Anstalt zu Jerusalem. Das Institut soll als gemeinsames Werk der gesamten evangelischen Lahdeskirchen Deutschlands deren gemeinsames Interesse an der Pflege der evangelischen Altertumsivissenschast des heiligen Landes betätigen und J von ihnen gemeinsam getrhgen und unterhalten iverden. Es wird vertreten und ■< verwaltet dn rch einen Vorstand, der seinen Sitz in Berlin hat. Er besteht 1. andrei von bei deutschen evangelischen Kirchenkonferenz aus ihrer Mitte abgeordneten Mitgliedern, deren Auftrag sechs Jahre läuft; 2. aus einem Abgeordneten de- Kuratoriums der Jerusalemstiftnng; 8. aus einem vom Vorstand des deutschen . Palästinavereins abzuordnenden evangelische» Mitglied dieses Vereins. Als Vorsteher) der in Jerusalem errichteten Anstalt ist ein mit der biblischen und kirchlichen Altertum-» tvissenjchaft und mit de» Verhältnissen Palästinas vertrauter Gelehrter zu dauerndem Aufenthalt nach Jerusalem entsendet, um daselbst nach näherer Bestimmung einer vom Stiftungsvorstaud ihm zu erteilenden Geschäftsanweisung die Leitung der;