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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-09-01 · Heft 9 (1.9.1904) · p. Seite 214

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 9 (1.9.1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 214 (sequence 24)
Language
German
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WML..11 die Errettung eiüer Pr nzessin aus lebensgefährlicher Krankheit einePlatane pflanzen ließ» deren Stamm auf silberner Platte denNamen Dr. Rothmann'S trägt. Es ist dies eine Ehrung, die nur den verdientesten Männern zuteil wird. — In Air« starb am 1. August Herr Lazar Schulmann und am 3. August Herr I. I. Weißberg beide um die neuhebräische Literatur sehr verdiente Schriftsteller, der letztere hat seine reichhaltige Bibliothek der jüdischen National-Bibliothek in Jerusalem als Erbe hinterlassen. — In der Fabrikstadt Sialystok starb ym 13. August im Alter von 130 Jahren eine Frau Rachel Stein geborene Goldowska. Die russischen Blätter: verbürgen sich für die Richtigkeit der Meldung. Aus den Büchern der jüdischen Gemeinde Bialystok geht das hohe Alter unzweifelhaft hervor. — Man berichtet: General Stöffel, der Verteidiger Port Arthurs, ist ein Sohn jüdischer Eltern, und zwar ist die Vaterstadt des Generals Ue« Nausnitz. Die Verwandte des Generals leben noch in Brünn «ind, wie es heißt, auch in Nikolsburg. Mit seinen Bninner Verwandten hat General Stössel noch zu Beginn des Krieges korrespondiert. — Am 28. Juni starb in Zavanna, (Soorgio, der frühere Rabbiner der dortigen Mikweh .-Israel-Gemeinde, Jsac P. Wendes, geboren am 13. Januar 1853 in Kingston, auf der Insel Jamaika, als Sprößling einer alten Portugiesischen Chasanimfamilie. — Die Zentralkonferenz der amerikanischen Rabbiner hat diesmal in Louisoille getagt. Außer verschiedenen Anträgen und Borschlägen von mehr lokaler Bedeutung ist einer von allgemeinen« Interesse debattiert worden. Derselbe betrifft die Gründung einer jüdischen Synode für Amerika. Diese ainerikanisch-jüdische Synode soll aus der Zentralkonferenz amerikanischer Rabbiner und der Vereinigung der amerikanischen Judengemeinden bestehe!«, ohne daß eine oder die andere der beiden konstituierenden Körperschaften durch diese Verschmelzung ihre besonderen Aufgaben verlieren sollen. — Einem Kongreßbeschlusse gemäß ist der amerikanische Botschafter in Petersburg . angewiesen, bei Rußland eine andere Beha««dlung der amerikanischen Bürger jüdischen i Glaubens durchzusetzen, als Rußland sie den jüdischen Bürgern anderer Nationen zuteil werden läßt. ^)ie Bundesregierung besteht auf einer radikalen Änderung der bisherigen russisches Praxis gegenüber amerikanischen Juden. Wir gestehen offen, daß uns selten eine Nachricht solche Genugtuung bereitet hat wie diese. Wir zweifeln auch nicht daran, daß Amerika seine Forderung durchsetzen wird. Man darf aber gespannt darauf sein, ob die europäischen Großstaaten sich nun anschicken werden, dem Beispiel Amerikas zu folgen oder ob sie die schmachvolle Behandlung ihrer Staatsbürger durch die russischen Potizeiorga««e noch »veiter zu dulden gewillt sind. — Nach einer in Kew-Dork 672,676 Budapest, Odessa, Wien die größten jüdischen G uu das Ministerium für tatistischen Aufstellung von Josef Jakobs leben gegenwärtig Inden. Dann kommen der Einwohnerzahl nach Warschau, , Lodz und London. Diese sieben Städte besitzen demnach meinden der Welt. — Der Wal« von Beirut übermittelte jffentliche Arbeiten das Gesuch eines Bürgers vott Liberias, Namens Dschurdschi Affam, wegen Gewährung (auf die Dauer von 50 Jahren)' des ausschließlichen Rechtes, Dainpfschiffe auf dem Tiberiassee verkehren zu lassen.

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