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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-09-01 · Heft 9 (1.9.1904) · p. Seite 215

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 9 (1.9.1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 215 (sequence 25)
Language
German
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MeferaLe und WMeikungen Lrvi^ Prof. Giuseppe: Parabeln, Legenden und Gedanken auS Talmud «M Midrasch, ins 3. verm. Aufl ist, zu Danke den man auch mals zum A Deutsche übertragen von weil. Bez.-Rabbiner Ludwig SrliguumM 1904. Leipzig., O. Leiner. Man ist der bekannten VerlagshaHblung O- Lein<r, in der auch das große jüd Geschichtswerk von Graetz erschiene» verpflichtet, daß sie das vergriffene Werk von Prof. Giuseppe Levi, den Mendelssohn Italiens nannte, in prächtiger Ausstattung abD brachte. Die reichen Gedankenschätze, die im Talmud «Atz Midrasch aufgespeichert liegen, sind noch lange nicht genug gewürdigt. Vorliegend«- Werk führt uns in den blütenreichen Garten der Hagada, wo, mit Heine zu sprecht»?, quellen und sprießen die „schönen alten Sagen, Engelmärchen und Legenden, stille Märtyrerhistorien, Festgesänge, Weisheitssprüche, auch Hyperbeln, alles aber glaabeas^ kräftig, glaub« nsglühend". Ein weiterer Vorzug des Werkes besteht darin, nrir» dies übrigens auch schon bei den früheren Auflagen der Fall war, daß überall die 1 Quelle aus Talmud und Midrasch angeführt ist und verdient daher ebenso vpWä Laien wie von Predigern gelesen und studiert zu werden. (Prof. Dr. Biach.) — Palästina -3j Reisebilder von AdolfFrikdrmann und Hermann ZtruK. Verlag Bruno Cassirer. BeMst 1904. Die Reiseeindrücke zwciier Zionisten, die Palästina als das Zukunftsland der Israeliten betrachten, haben schon darum Wert, weil dieselben von großem JutereM für Land unq Leute beseelt sind und auf Alles und Jedes ihre Aufmerksamkeit lenken, fand, nach Palästind gekommen. ^Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Reisenden de» Kolonieen über deren Bestand sie recht wertvolle Mitteilungen machen. Sehr wichtig sind die Auslassungen der Reisenden über das Chalukah-Unwesen. So werden spietsweise denjenigen, die ihre Kinder in die Schule schicken, die Unterstützuugeu etM zogen. Und wer dies nicht tut oder Kaftan und Schläfenlocken trägt, gilt all fromm und wird von der Chalukah sehr reichlich bedacht. Solche schmachvolle Zastände mußten denn doch bei den großen jetzt vorhandenen Organisationen ein Gute':, Der „Jca" wird der Vorwurf gemacht, daß die unter ihrer Leitung, erzogene» französisch und nicht die Landessprache Arabisch lernen. Die Jca hahlW die Aufgabe einen jüdischen Bauernstand zu schaffen und nicht iM französische Kultur zu verbreiten. Weit erziehlicher als der Weinbau, der nur 4 bis 5 Monatp Arbeit erfordert, wirkt der Ackerbau. Große finanzielle Opfer legt -Gesetz auf und sollte dasselbe, zumal sogar nach Ansicht der Rufi Verpflichtung zur Einhaltung dieser Vorschrift nicht besteht. Sie waren auf demselben Schiffe, auf dem sich damals Theodor Herzl der voll Leben, Humor und Arbeit auf dem Wege über Alexandrien» Kain» haben. Kinder doch zunächst das Schemitto Rabbiner ein Taglöhner 1 Arbeiter 2'/» beachtet werden. Charakteristisch für die Lohnverhältnisse ist» daß ein arat Franc, ein Mädchen 50 Centimes bekommt, während ein jüRtzhai bis 3 Francs erhält. Daß in Patästina noch Platz für AnsiedlungM.?

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