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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-09-01 · Heft 9 (1.9.1904) · p. Seite 208

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 9 (1.9.1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 208 (sequence 18)
Language
German
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^besonderer Beiachtnahme auf die Länder der österreichisch-ungarischen Monarchie". Der erste Band erschien 1901 in Leipzig bei Dunker und Humblot und behandelte die Rechtsverhältnisse der Juden in den deutsch-österreichischen Ländern mit einer Einleitung über die Prinzipien der Judengesetzgebung in Europa während des Mittelalters. Die Kritik nahm die wertvolle Arbeit mit Beifall und lebhafter Anerkennung auf. Regierungsrat Scherer förderte das Werk mit emsigem Fleiße und die erste Abteilung des zweiten Bandes ist soeben im Drucke. Ihr Erscheinen sollte der Gelehrte nicht mehr erleben. — Ein Schreiben der Kanzlei des Erzherzogs "Franz 'Ferdinand an das Gurker fürsterzbischöfliche Ordinariat, worin sich das lebhafte Interesse des österreichischen Thronfolgers für die Erhaltung der heimischen Kunstdenkmäler , bekuydet, erregte allgemeines Aufsehen. Es enthält unter anderem den folgenden Satz: „Se. kaiserliche Hoheit berührt es stets sehr unangenehm, bei Juden und ausländischen Antiquitätshändlern aus Kirchen stammende Kunstgegenstände zu finden." Der j Brief ist „im höchsten Aufträge" gezeichnet vom erzherzvglichen Flügeladjutanten Oberstleutnant v. Gelb! — I» Franzensbad starb im Alter von Jahren nach kurzem Krankenlager der Rabbiner der israelitischen Kultusgeineinde Herr Jsak Liiwsts. Der Verblichene waltete viele Jahre seines Amtes und erfreute sich ob seiner vorzüglichen Herzenseigenschaften der größten Wertschätzung. — Die älteste Tochter des bekannten Wunderrabbis von Sadagora (in der österreichischen Bezirkshauptmannschaft Czernowitz) feierte jüngst Hochzeit, und das scheint, nach den Berichten der Zeitungen, ein Fest für das ganze Land gewesen zu sein. Alle Häuser der Stadt wann mit Fahnen und Blumen geschmückt. Der Zuzug aus der Bukowina, aus Rußland und aus Rumänien war ganz enorm, und es sollen an dem Tage mehr als 12000 Fremde in der kleinen Stadt gewesen sein. Die Trauung des Brautpaares fand auf offener Straße unter einem kostbaren Baldachin statt. Man hatte Tribünen errichtet, die mit Husarenoffizieren, Czernowitzer Beamten und zahlreichen Gasen ans Nah und Fern besetzt waren Auf den Dächern der"Häuser standen die Neugierigen Kypf an Kopf, und auf den Straßen bildete das Volk ein Spalier. An dem Festmqhl, das der Rabbi den Hochzeitsgästen gab, nahmen Man berichtet uns: Im ungarischen Städtchen Käzi seltene Fall, daß ein katholischer Geistlicher beim 1500 Personen teill — ereignete sich der gewiß Leichenbegängnis eines Trauerrede hielt. — Abessynien, wo Fund gemacht, hat die älteste Saba, die in Abessynien sich bis heute in mündlicher Überlieferung erhalten habe, in einer uralten sprüngliche Form D« er sich au frpmmen Juden, des Grundbesitzers Samuel Adler, die französische Schriftsteller Hugues le Kour hat in einer wissentschaftlichen Forschungsreise befindet, einen der in dert orientalischen Kreisen von sich reden machen wird. Er Darstellung, von der Geschichte SalomonS und der Königin von Handschrift aufgefunden, von der man annimmt, dieser Geschichte wiedergebe. Der Negus hat, daß sie die ucsehr erfreut über diesen Fund, HugueS le Roux ersucht, gemeinschaftlich mit einem in der Ghesesprache ■diililNiHli uttia Jmu

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