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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-09-01 · Heft 9 (1.9.1904) · p. Seite 207

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 9 (1.9.1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 207 (sequence 17)
Language
German
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behandelt, ohne daß dadurch der Übersichtlichkeit Abbruch geschähe. Eine Anzahl von hervorragenden Fachgelehrten in allen Kulturländern hat in werter Weise ihre Mitarbeiterschaft zugesagt. Für den sprachlichen Teil ist Kommission vyn Orientalisten eingesetzt, die den Redaktionen mit ihrem fachmän Rat beisteht.! In kurzer Zeit dürfte ein umfangreiches Probeheft erscheinen, einige größere und kleinere Artikel nebst einer Auswahl aus dem reichh Jllustrationsmaterial enthalten wird. Auch über Plan und Umfang diese- WerkeS wird ha ausführlich berichtet werden. — Am 2. August starb in HöppdGMder Kirchenrat! und Rabbiner a. D- Max Her;, geb. 1816 in Kochendorf. - Verstorbene stand ein halbes Jahrhundert — von 1845 bis 1895 — dem RabblNakl Jebenhausen-Göppingen vor. — Der bisherige Chef des KonstruktionsbureanS der Waffenfabrik Ludwig Löwe u. Co. in Kerlin, Dr. ing. Georg Schlesinger wurdet zum etatsmäßigen ordentlichen Professor der dortigen Technischen Hochschule ermaa^j — Man berichtet aus Königshofen in Grabfeld: Der ehemalige Reichsrats« Bayrische Landtagsabgeordnete Pfarrer Dr. Friedrich Frank ist jüngst aus dem geschieden. Dr. Frank war ein aufrichtiger Judenfreund, wie ihn leider die k« lische Geistlichkeit immer seltener aufweisen kann. Seine literarischen Arbeiten, „Die katholische Kirche", „Das Judentum", „Der Ritualmord". legen für seiue»^ Philosemitismus beredtes Zeugnis ab. Ehre dem Andenken dieses wackeren Mo — In einem Briefe aus Dresden vom 17. Februar 1871 schreibt Henrik an Georg Brandes: „Der Staat ist der Fluch des Individuums. Womitr Preußens Stärke als Staat erkauft? Mit dem Aufgehen der Individuen in politischen und geographischen Begriff. Der Kellner ist der beste Soldat, auf der anderen Seite das Volk der Juden, der Adel des Menschengeschle Wodurch hat es sich in Absonderung, in Poesie erhalten, trotz aller Roheit vmD außen? Dadurch, daß es sich nicht mit einem Staat herumzuschleppen Wäre es in Palästina geblieben, so wäre es schon längst in seiner Kons untergegangcn wie alle anderen Völker". — In Wien starb Moritz Ritter Korkenau. Ei: gehörte lange Jahre hindurch zuerst als Vizepräsident, später al Präsident beiti Vorstande der Wiener israelitischen Kultusgemeinde an. — Unters dem Titel „der Antizionist" soll, wie der in Warschau erscheinenden Tageszeit „Hazefirah" gemeldet wird, demnächst in Wien eine Wochenschrift zu erscheinen ginnen. Das Blatt soll ein Kampforgan gegen den Zionismus sein. Wie verla« soll eine hervorragende publizistische Persönlichkeit, die einst selbst eine Fühmrrol im zionistischen Lager einnahm, später aber aus innerer Überzeugung dem politWüH Zionismus seinen Rücken kehrte, mit der Redaktion-des genannten BlatteS worden fein. Der jüngst in Krag verstorbene Regierungsrat UniversitätSdir Dr. Scherer verfolgte mit besonderem Jntereffe die historische Entwicklung des rechteS, und seinen umfassenden Untersuchungen über diese Frage entsprang groß angelegte Werk „Beiträge zur Geschichte des Judenrechtes im Mittelalter-

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