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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-09-01 · Heft 9 (1.9.1904) · p. Seite 196

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 9 (1.9.1904)
Date
1904-09-01
Page
Seite 196 (sequence 6)
Language
German
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AWWM^ eine Einheit bildet die! gesamte erkennbare Welt nach einem gemeinsamen Grund gesetze, dem der Entwicklung. Diese Erkenntnis aber ist selbstverständlich wieder nur das Produkt einer vorausgegangenen aus! ungezählte Jahrtausende sich erstreckenden Entwicklung des menschlichen Geistes, in! .dessen Geschichte sich jeder weitere Fortschritt der Erkenntnis als eine Annäherunglan den sogenannten Monismus — nicht Ladenburg'schel Hypothesensucht —, oni bie Lehre von der inneren Einheit der Natur darstellt. Als der entscheidendste Wendepunkt nach dieser Richtung wird aber woh jene Periode der Geschichte zu betrachten sein, in der der Gedanke an eine Einheit in der Natur überhaupt zuerst auftauchte, d. h. feste Form annahm, an eine Ein selbst, wohl aber in dem, der sie als Einziger gemacht hat, heit, zwar nicht in sich in ihrem alleinigen Schöpfer, in Gott. Mit der Lehre: des Universums, war ein Gott, ohne Hilfs- oder Untergötter, ist der Schöpfer endgiltig die Bahn zum inneren Monismus eingeschlagey worden. Diesem war ftje ebenso unentbehrlich, wie z- B. die Erkenntnis des physikalischen Gesetzes von der Erhaltung der Kraft oder des chemischen von der Erhaltung des Stoffes. Der Monotheis den Monismus. uns war in gewissem Sinne der eigentliche Bahnbrecher für geisli Der Monotheisist durch das es die beeinflußt hat. In unserem dre nicht nur nach obenhin zurückgeschoben; die w Strahlen in die fernste heit erhellt und so gew gestellt: Die absolute m»s und den babyloni unentbehrliches Vermittle dienste als solches auch Name Jahve bekannt u vorhanden gewesen sein Allerdings hat, Gott auch innerhalb Babylonier Abraham B. der Prophet Amos, auch der Begriff Gott Menschen erhalten kann. des n ns aber ist unbestreitbares Eigeuprodukt des Judentums, ige Entwicklung der Menschheit in hervorragender Weise scheu unal gesegneten Zeitalter ivurden die Grenzen des Erkennens bedeutend hinaus-, sondern auch nach untenhin bedeutend isienschaftliche Forschung unserer Tage hat nicht nur ihre Zukunft vorausgesendet, sondern auch die fernste Vergangen ssermaßen die beiden äußersten Extreme einander gegenüber Einheit und die ausgedehnte Vielheit, den modernen Monis Polytheismus Zwischen diesen beiden aber steht als ngsglied des Judentums der Monotheismus da, dessen Ber» dann unangetastet bleiben, wenn im alten Babylon der ttb eine übrigens noch sehr fragliche monotheistische Neigung sollte. was eigentlich selbstverständlich ist, der Inhalt des Begriffes Judentums Wandlung und Entwicklung durchgemacht. Der ußte eine beschränktere Vorstellung von Gott haben, als z. weil zwischen beiden eine ganze Welt von Kultur lag und seinen Inhalt, nur nach der jeweiligen Erkenntnishöhe des

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