Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 8 (1.8.1904)
- Date
- 1904-08-01
- Page
- Seite 184 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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— 184 — | wie jene andere Mariann^, die schöne Linzeri», die später den Frankfurter Patrizier Willemer, sieht sich aber in den wichtigsten Fragen zum Sie ist die erste Leserin der Wahlverwandtschaften, ihr der Drucklegung vom Dichter mitgeteilt und er hört auf hrer Meinung und versäumt nicht, beim Erscheinen des wie sehr sie das Buch „durch ihre Teilnahme geför- £ ■/ x ■ heiratete, Marianne von poetischen Beirat erhoben wird das Werk noch vor ihr Urteil, ändert nach Romans ihr zu bezeugen dert habe." Ganz selbstverständlich wird ff anderen Wiener Freundinnen. Beiwerk gute Wiener schreibende Frau. In Persönlichkeiten steht der raschende Begegnungen Lerse, wie bekannt das k Goethe'sche Jngendfreund, in seinem Götz verewigt vortrefflicher Numismatike wohnte in dessen Palais a gehörte zu Goethes Wien zur Bermittlerin zwischen Goethe und seinen In Karlsbad, den« Knotenpunkte, aus dem seine österreichischen Beziehungeil nach allen Seiten sich verzweigten, ist er dem ganzen Kreise näher getreten. Er hat dort die Baronin Eskeles, ihre Tochter von Fließ, ihre Nichte Pereira (Tochter der Arnstein) kennen gelernt und bei jeder dieser Damen Geist, Schönheit, dienstfe rüge Bewunderung gefunden, mitunter als - willkommenes Küche. Brieflich gesellt sich Karoline Pichler Hinz», die dieser Umgebung gewinnt er auch seine Hoflieferanten für Autograinnie berühmter Wiener Persönlichkeiten. Man kann des Sammlers Freund nicht iverden, ohtie für die Sammlung das Seinige beizustenern. Mit vielen dieser Dichter in Briefwechsel und man macht da einige über» Da ist beispielsweise ein gewisser Lerse, sein Wiener', Faktotum für Mineralisches, Numismatisches und ähnliche Lieblingssächer Lerse, ingt! Es ist in der Tat kein anderer, als der bekannte der Genosse der Straßburger Studienzeit, de» der Dichter hat. Lerse ist mit der Zeit ein Wiener geworden. Als war er für die Sammlung des Grafen von Fries tätig, stif dem Jvsefsplatze und starb daselbst. Auch dieser Fries 0„_.... _«er Freunden, Sie alle scheinen bisweilen ihre Stimmen zu vereinigen, um den Züchter fast mit Gewalt zu einer Reise nach Wien zu vermögen. Ein Graf Purgstall bietet ihni sein ganzes Palais in der Stadt zum Palffy, offenbar der Theater-Palffy, läßt ihm sagen, daß dr-ei Zimmer in seinem Hause beständig zu seiner Verfügung stehen. Die Erfindung immer »euer Ausflüchte roar ihm schließlich eine kleine Marter. Er fürchtete sich vor dem bewegten Wiener Leben Das bunte Schauspiel aus der Entfernung allzusehr», war ihm höchst interessant, allein er wagte sich nicht in den Strudel und ganze Anziehungskraft, als Marianne nicht mehr war. N. Fr. Pr. zuletzt verlor Wien seine