Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 7 (1.7.1904)
- Date
- 1904-07-01
- Page
- Seite 166 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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artigen Sammlung rich feld bildete, wobei er fsin Augenmerk besonders auf Vervollständigung dieser groß :cte. In seinen freien Stunden las er mit nnbemmelten Studierenden philosophische und andere Schriften. Joseph! Zehdner war ein ebenso bescheidener wie hochbegabter Gelehrter, der für die hebräische Literatur außerordentliches geleistet hat. I r seinen langjährigen körperlichen Leiden, denen er nach wiederholten schweren Operationen endlich erlag, war, wie er sich ausdrückte, seine beste Medizin ein freundschaftlicher Besuch. Etwa zweiJahre vor seinem Tode mußte er wegen Krankheit sein Amt aufgeben- Von Heiinweh getrieben, verlebte er seine letzten Jahre in wohlwollenden Charakter berühmter Landsmann gehört u. a. auch der Schriften Zehnders sind Berlin. Eine ausführliche Darstellung seines Lebens und Strebens gibt M. Steinschneider im „Magazin für die Literatur des Auslandes" (1871 Nr. 44). Der Verfasser weist darin besonders auch auf den edel« und Zehdners hin. Als Meister im deutschen Stil hat unser gleichfalls hervorragendes geleistet. Zu seinen Schülern Lexikograph Dr? Daniel Sanders. Von den zahlreichen zu nennen: „Auswahl historischer Stücke aus hebräischen Schriftstellern vom 2. Jahrhundert bis in die Gegenwart" mit vokalis. Text, deutscher (sehr geschmackvoller) Übersetzung und Anmerkungen, für Theologen und Historiker, sowie zun, Gebrauch in höheren jüdischen Lehranstalten. Es ist dies der erste und fast einzige Versuch, die aeuhebräische Prosa größeren Kreisen zugänglich zu machen. Ferner schrieb er: Nachbi ldungen von hebräischen Makamen des Charisi im Literatur« blatt der „Orient", Gedichte zu Stahlstichen in den Sammlungen (PortraitalbuMs) „Ehret die Frauen" und „Edelstein und Perle" (1836—45, pseud. R. Z. Ende), ein Fragment aus dein letzten Gesänge von Meinecke Fuchs", Satyre auf Napoleon III. (anonym, Berlin 1871, Asher). Zehdner war auch Hauptredakteur des Textes sind der kritische Ratgeber bei der englischen Übersetzung und bei der Ausgabe der Ressen des Benjamin von Tudela (A. von Humboldt gewidmet, 1840 — 41 Berlin, Asher). Der „6ata1ogue ot' the Hebrew Books in the Library of the Brit. Museum“ (1867) ist ebenfalls von Joseph Zehdner verfaßt. — Der Katalog der in der neuen Synagoge in Danzig aufgestellten alten jüdischen Kunstgegenstände — Gieldzinßki« Stiftung — ist nunmehr erschienen und bietet eine von sachverständigen Händen, ausgearbeitete vortreffliche Beschreibung der einzelnen Ritualien- Die Sammlung umfaßt augenblicklich 827 Nummern und entstammt fast gänzlich der berühmten großen Kunstsammlung des Herrn Lesser Gieldzinski, die mit Recht als eine der Hauptseheuswürdigkeiten des „nordischen Venedig" gilt und auch von Ihrer Majestät der Kaiserin regelmäßig bei ihrer Anwesenheit in Danzig mit großem Interesse besichtigt wird. Einer glücklichen Anregung folgend, sonderte Herr Gieldzinski die jüdischen Kunstgegenständo, die er während seiner langen Lebenszeit in aller Herren Länder gesammelt hatte, aus den übrigen Kunstschätzen auh und überwies sie anfangs dieses Jahres an seinem 75 Geburtstage der Danziger Synagogengemeinde. Diese wandelte eine Seitenkapelle des herrlichen Tempelgebäudes zu einem würdigen iaä&üia