Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 7 (1.7.1904)
- Date
- 1904-07-01
- Page
- Seite 155 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Lanzen zu daS rohe 5!riegShandwerk nicht lernen/ Und Friede auch unter den einzelnen Die Liebe auSspinnt. MaSlowa — 188 Mnzermefsern, daß Volk gegen Volk nicht mehr kämpfe und sie fürder j walte und sie allein regle alle Verhältnisse. Hinweg mit den Gewaltt» mittekn zulr Bekämpfung der Schlechten, mit den Strafanstalten und Zuchthäuser« durch die er die Macht des Bösen nicht geschwächt» sondern verstärkt sieht. „Auferstehung" ist das herrliche Werk» in dem er diesen Gedanken weit« Graf Nechludof, leichtsinnig und lüstern» hat die lebensfreudige Kathiuka verführt und sie dann in ihrer Schande herzlos verlassen. Nach sieht er si< wieder, er als Geschworner auf dem Ehrensitz, sie-auf der Anklag^eM, der Teilnahme an einem Giftmord bezichtigt. In meisterhafter Seelenanalyse stellt nun der Dichter die innere Neugeburt und Umwandlung des Grafen dar, der dem zu vieljährigem Zwangsaufenthalt in Sibirien durch feine SchPÜ» eytschließt, zu reichen, sehen, das die Erkenntnis zur vollen ungetrübten Klarheit: Wie man mit Bienen nicht ohne denn die L Ist Vorsicht umgehen kann, so kann man mit den Menschen nicht verkehren ohne Luche; verurteilten Mädchen in die Verbannung zu folgen, um ihr die Hand zum EhMDU' Dort in Sibirien lernt der Graf den Grundirrtum der Menschen . «»'' Böse durch Böses zu bekämpfen, und immer kräftiger ringt sich in ih«> üebe ist das Grundgesetz des menschlichen Lebens, es uns aber ernst um solche Gesinnung, dann müssen wir uns abwe«de»2 von jeder Ausbeutung unserer Nebenmenschen, dann dürfen wir nicht in selbstisch« Bequemlichkeit andere für uns sich mühen lassen. Dann dürfen wir nur begehreG^ was wir durch unserer Hände Arbeit uns beschaffen können. DaS ist ab« «ar möglich, w :nn der Genußsucht und dem Luxus mit essäischer Konsequenz Absage erteilt wird: Sind wir alle Brüder, dann bedürfen wir nicht am Morgen Tabaks und des Zuckers, zu deren Herstellung und Zubereitung so viele «u Brüder unt Schwester Gesundheit und Kraft vergeuden müssen, dann müssen wir wie jene Männer am Jordan zu der einfacheren ländlichen Lebensweise auS unser« städtischen Überkultur zurückkehren. In der Stadt seinen Lebensunterhalt stnden, darin liegt etwas sonderbares. Wir komme li vom Dorf, d. h. von dem Ort, wo es Wälder, Wiesen. Vieh giebt, an den Ort, wo blos Stein und Staub vorhanden ist. In Wirklü lockt der leichtere Gelderwerb und die Üppigkeit und Liederlichkeit des städWür Lebcns. . Frei ich Bauerntum allein bringt nicht die Erlösung. Das Reich GotteL kommt auch für Tolstoi nicht durch äußerliche Geberdeu. DaS. ist die erschüttenche j Predigt seiner „Macht der FinsterniS",eines Dramas, das ohne Schminke auß" Retouche in derbnaturalistischer Holzschnittmanier das Milieu des russischen Klei»« bauerUstandet zeichnet. Der leichtsinnige Großknecht Nikita, der sich durch die charakterlose und briustige Anitha zum Mitwisser eines Giftmordes an seinem Herrn läßt und dapn diese, mit der er schon die Ehe gebrochen, heiratet, erlebt die uy-'