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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-07-01 · Heft 7 (1.7.1904) · p. Seite 148

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 7 (1.7.1904)
Date
1904-07-01
Page
Seite 148 (sequence 6)
Language
German
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.WIW'-L.. I^4|j Ul.. W r k,-l lMW^IWPPPsiHiiP!MVPPPi^ 148 i — m reich, da man die Gewißheit erlangt, daß sich daS jüdische Volk niemals zu Christentume bekehren wird. Sie wissen sehr genau, das, das Aufgeben ihrrs Glaubens der Untergang ihres Volkes.sein wird. Bei aller scheinbaren Demut und Unterwürfigkeit sind sie sich ihrer Macht gar wohl bewußt. Den Traum der Zionisten belächeln sie und die Gründung eines jüdischen Reiches erstreben sie nicht, Gegen wen sollen sie kämpfen? Jude gegen-Jude? Doch kehren wir zijl unfern „converted jews“, den Geistlichen zurück. Der eine aus Safed besuchte jedes Jahr die verschiedenen jüdischen Kolonie», er hielt Versammlungen ab, predigte und verteilte das neue Testament. Der Zweck dieser Reisen war mir nicht recht einleuchtend, xs sei denn, bafi er sich in der Rolle eines Wanderapostels gefiel. Er — halb als Priester, halb als Beduine gekleidet, hoch" zu Roh, Frau und Schwester bescheiden auf Eseln, Dolmetscher und Diener «w Gefolge und Maultier mit dem Gepäck bildeten die Nachhut. Sobald die ^Nachricht nach Caifa gekargte, daß die Karawane Safed verlassen habe, kam eine feierliche Stimmung über uns, zu der sich für mich noch hausmütterliche Sorgen gesellten. Es gehörte zu den Eigentümlichkeiten des großer Mannes, uns immer in Zweifel zn lassen, ob e : unser Haus beehren würde oder nicht. Aber abgesehen von den kleinen Lächerlichkeiten war er ein seelenguter Mensch — vielleicht auch ein guter Christ — und ia es nur zu meinen Pflichten gehörte, ihn gut zu verköstigen, aber nicht prediget zu hören, so war mir der Besuch mehr erheiternd als lästig. Alle Juden wurde r besucht und mit dem Neuen Testament beschenkt, Versammlungen wurden gehalten und unsere Morgenandachten glichen mehr einer Synagoge, denn einem christlichen Gottesdienste. Drei Tage widmeten die Gäste auS Safed den Caifanern, dann zogen sie weiter. Die Juden, alte und junge, gaben ihnen bis zum Palmenwäldchen außerhalb der Stadt kehrten sie zurück und verkauften die Bücher. Um einen Neue Testament verschleudert. So viel von der englischen Mission, zu deren Lobe daß sie weder politische ncch Handelsinteressen verfolgt. Frankreich und Rußland sind die Nationen, die da^ Geschäft im großen betreiben und sich feindlich gegenüberstehen Wo immer französische Brüder einen schönen Fleck das Geleite — dann Spottpreis wurde das Erde entdecken wo fände man den nicht in Syrien — an den sich eine biblische Legende knüpfen läßt, erbauen sie eine Kapelle und dicht daneben ein Hospiz. werden ohne Unterschied der Konfession gastlich ausgenommen. Ihre Schulen sind gut, was man in Syrien besucht. gut nennt. Große Ansprüche wer!>en nicht gemacht, und da das Hauptgewicht bei der Erziehung aus das Erlernen der ftanzösischen Sprache, gelegt wird, so werden di,! Schulen der Klöster von Arabern und Mohamedanern Für die Erziehung der Mädchen sorgen die Nonnen- Bekehrungsversuche werden nicht gemacht. Dir Mönche sind zu vorsichtig, um Kinder türkischer Paschas - r in umhiiittMi' ii ich jedoch sagen muß, Touristen und Pilger

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