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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-06-01 · Heft 6 (1.6.1904) · p. Seite 142

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 6 (1.6.1904)
Date
1904-06-01
Page
Seite 142 (sequence 24)
Language
German
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mm!WWW mf 142 — Schabnoth, Sukkoth, Jvk> Kippur erschienen nebst einer Zueignung, welche alte Erinnerungen in uns ivecken und dad Festen uns mit hehrer Weihe das mit seinen herrlichen verdient für diesen „Kranz mit mancher Blüte alter Zeit geschmückt" Dank und Anerkennung. — Predigten gehalten in der Synagvg F. Coblenz, Rabbiner bjcr Synagogen — Gemeinde S. Calvary & Co. 1904. Was mir an diesen Predigten besonders hervorhcben möchten, das ist die ebenso feinsinnige wie freisinnige Auffassung des Judentums, die i» denselben in schlichter einfacher aber gerade darum ir Ausdruck kommt. Wir finden unter de» homiletische» Erzeugnissen der Gegenwart und Ehrlichkeit zu Tage hervargehoben und emtellen Hinweisen, „Ewig" ewig sind die Sittenrer Propheten, ewig sind nur selten Reden, in welchen eine so wohltuende Offenhei tritt und darum verdienen vorliegende Predigten besonders pfohlen^u werden. Wir wollen hier nur auf einzelne S heiles (S. 31). Ewig ist die Gottesidee nuferer Bibe ^fetze unserer Thore, ewig! sind die herrlichen Reden unse die Psalmen unserer Dichter. Das bestätige» alle Kulturvölker der Erde, deren Eigentum sie geworden. Vergänglich aber doch wandelbar' sind alle die Religionsfatzungen, ivelche ans der Zeit und für die Zeit gegeben die Spreu von dem Weizen zu scheiden wissen. — — Ihr genug sein eiuzngestehe», das; die jüdische Lehre im Laufe de in sich ausgenommen, das heute sich überlebt hat. Warum stehen denn in unseren Tage» so viele, fragt der Redner, in kalter Gleichgültigkeit teilnahmlos beseite und achten nicht des Glaubens der Väter? und antwortet fühlen von dein Formendmist den man so oft für echtes sie ihre Gottesverehrnng nicht hineinzivängen lassen in die veraltete» Bräuche, die vor Jahrhunderten in deü engen Verhältnissen der duinpfen Judengassen unsere Väter vielleicht erbauen mochten. Wollen wir das Jndentstm für die Zukunft retten und erhalten, dann müssestwir seine Entwicklungsfähigkeit cs uns gestaltet sein seine Formen unizugcstalten nach den einer veränderten Zeit. Glider ebenso entschieden ivie Heer Dr. Coblenz von der Kanzel für den Fortschritt! im Judentum eintritt, ebenso entschieden tritt er gegen den Abfall ans: Bleibt staisdhaft nach außen, ruft er aus: laßt euch nicht verlocken nm materiellen Vorteils willen Euer Jndentnm hinzugeben und um den Preis einer Lüge einer anderen Religionsgemeinschaft Euch anznschließen (S. 34). In Bezug auf den Zionismus äußert sich Coblenz S. 98: Wir können und werden uns nie dazu verstehen, ans der deutschen Volksgemeinschaft auszuscheiden, um eine eigene Volksgemeinschaft zu bilden. Möge diese Redez welche dem verdienten Vorsitzenden des Vorstandes der Syiiagogen-Geinciiidc Bielefeld Herrn Moritz Katzenstein, zu seinem denselben vorhergehenden urch Liebe zum Judentum, schinückt. Der Verfasser zu Bielefeld von. Bielefeld. Verlag Dr. von überzeugender Weise znm jvaren. — — Ihr werdet werdet dann unbefangen Entwicklung, so manches Weil sie sich abgestoßen Judentum ausgibt, weil anerkenne», daun muß veränderten Verhältnissen füllfundzwanzigjährigen Amtsjubiläum gewidmet ist, viele festigung des modernen Judentums beitragen. — Im Ver eser finden und zur Belage von Ernst Siegfried

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