Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 6 (1.6.1904)
- Date
- 1904-06-01
- Page
- Seite 143 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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WWWWWDWWWW z 143 Mittler und Sohn in Berlin ist erschiene»: .Die Dibel das Auch der Kiicher*. Predigt am Sonntag Okuli 190t, gehalten i» der Kaiser Friedrich-Gedächtniskirchr.: von Prof. Reinhold Seeberg Preis 25 Pf Anknüpfend an das hundertjährige^ Jubiläum der britische» Bibelgesellschaft schildert der Redner die Bedeutung der Bibel, welche darin liegt, daß sie das Buch der Religion ist. Von diesem richtigen Gesichtspunkte ausgehend, hebt Redner hervor, wie durch die Bibel Gott zu unS kommt in de» Wundern der Schöpfung, in den großen Erscheinungen der Natur, im Wandel der Weltgeschichte, im Wechsel der Fügungen und Schickungen deS einzelnen Lebens in Glück und Unglück, in der Tiefe der Anfechtung und auf der Hohe des Erfolges. Ein scharfer frischer Höhenwind geht durch alle Erzählungen 1 der Bibel, wodurch die faule Luft veriveht wird. Gut wird in ihr gut und böse wird böse genannt und man bekommt das Gefühl, daß es sich in der Bibel bei allen Dingen nicht um graue Theorieen handelt, sondern um den Baum des LebenS, nicht um grauen Staub von der Landstraße, sondern um grüne Frühlingskeime die hinüberreichen in die Welt der Einigkeit. Der Redner^ der die Bibel als eine Säule der göttlichen Offenbarung bezeichnet, die stolz emporragt aus einem Trümmer« - meer menschlicher Gedanken und Systeme, fordert im zweiten Teile seiner Rede zum i Bibellesen auf. Auch für die Juden gilt die Forderung, daß sie das Buch. I das sie der Menschheit gegeben, vertiefen mögen. — Man schreibt u.4: Im Ser*| läge von Alfred Janssen in Hamburg erscheint: „Bi. Grunwald, Hamburgs deutsche Juden bis zur Auflösung der Dreigemeinden 1811". In diesem Buche wird die^ Geschichte der deutschen Juden in Hamburg seit den ersten Anfängen bis zum Beginns des 19. Jahrhunderts, zum Teil darüber hinaus, in folgenden Kapiteln behandelt: Das Zeitalter der Glücket von Hameln. Tie Stencrkraft der Gemechde. Der Judentuniult 1730, und was ihm voranfging. Das Leben in der Gemeinde. Die soziale Stellung. Beruf und geistiges Leben. Moralische Streiflichter. Der Hamburger Amnlettenstreit. Hamburgs Juden in Bild und Karrikatur. Die Hamburger auf oder von Juden geprägten Medaillen. Hamburger, Wandsbecker und Altvuaer Drucke. Die Friedhöfe: „An der Königsstraße" in Altona, „Auf dem Grindel", „In Ottensen". Das Werk umfaßt 25 Bogen mit 30 Abbildungen und erscheint zum Subskriptionspreis von Mark 10.— im Laufe dieses Jahres. Hermann Heijermans: Hiamantstadt Roma». — Bering von Egon Fleische! ä: Co.» Berlin. — Preis: Mk. 5. — . Mit erschütternder Kraft schildert Heijermans in dem vorliegenden Roman einen Streik der Diamantschleifer, die aus harter Rot und erbarmensivertem Dasein nach besseren Lebeusverhältnisfen ringen. Die schmutzigstes Höfe des Judenviertels in Amsterdam sind es, die Heijermans zeichnet, die furchtbaren Winkel, wo in unsäglichem Elend die Ärmsten der Armen ihr kümmerliche? Lebe» in physischer und moralischer Verkommenheit verbringen. Was hier vom Wohnungselend Amsterdams erzählt wird, ist eine beredte Anklage gegen das. Wohnungselend aller Großstädte. Und was Heijermans von der nationalen ün^