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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-06-01 · Heft 6 (1.6.1904) · p. Seite 136

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 6 (1.6.1904)
Date
1904-06-01
Page
Seite 136 (sequence 18)
Language
German
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zum Schwerte greife» und einem derartigen Elend ein schnelles Ende bereiten würde. Sie würde sicher nicht eher ruhen, bis sie sich nicht mindestens eine Position erkämpft haben würde, wie sie z. 4t. die Polen in Rußland inne haben Das jüdische Volk hat durch die zwei Jahrtausende währende Berbannnng große moralische Eigenschaften, vor allem Opfermut und Nberzengungstrene gezeigt Seine staatenbildenden Qualitäten soll es erst noch erweisen. Vor deren Erprobung ist es augenblicklich gestellt. Es kan» , ihm nur zum Vorteil gereichen, wenn es zu diesem Behufe sich mit Eleuienteu vergunkt, denen obige Eigenschaften in hohem Maße znkommen. Natürlich immer nur joiocit, daß dadurch die jüdische Eigenart nicht verloren geht. Ich komme also, trotzdem ich Sandlers Argumente als giltia anerkennen muß, doch zu dem ganz entgegengesetzten Schluß. Meiner Meinung »ach sind Mischehe», sofern die Sproßlinge den förderlich, weil sie ein M elenh/ mag es in Europa e zu bereite». — Der übte 1903 hicrselbst 11 ö,i Judentum erhalten bleiben, der zionistischen Sache eher enschcnmaterial liefern, das ganz geeignet ist, dem Jttdenmag es in Palästina sein, ein schnelles und gründliches Verein für jüdische Krankenpflegerinnen in Frankfurt a. W. auswärts 8 Pslssge» ohne Unterschied der Konfession aus bei 28t I Pslegrtagcn und 280 vollständigen Nachtwachen! Die Armenscknvestern wurden von 200 Kranken! in Anspruch genommen. Die Einnahmen der Hauptkasse 11318, für Ferieureisen erhielt Mark 10040 an beliefen sich auf Mark 24)021, die Ausgaben auf Mark der Schivestern gingen Mark 2500 ein, der Pensiousfonds Geschenken n»d beträgt jetzt Mark 21260. — Nach einer Meldung aus Bagdad ist bei den deutschen Ausgrabungen eine Stafne von Salmanassar II. mit zahlreichen Inschriften entdeckt worden. Der Kopf und die linke Seite sind beschädigt. — Die Kuranstalt für arme Jsmeliten in Bad Zoden a. %. hat im verflossenen Jahre, wie ivir dem Verwaltung Frauen, 4 Kindern) die Dem Wohnorte nach loa Deutschland, gsbericht entnehinen, 223 Personen <106 Männern, 113 Wohltaten eines Luft- und Badekur angedeihen lassen, liren 162 Patienten ans Preußen, 56 aus dem übrigen 15 ans dem Anslande. Die Einnahmen betrugen 42183,12, die Ausgaben 44>27,09 Mark. Die Jahresrechnung schließt demnach mit einem Fehlbetrag von 2641,57 Merk. — Der G'oßherzog von Hesse»''hat in dem letzte» halben Jahre au Stiftungen und Vermächtnissen 771 07o Mark genehmigt. Darunter befindet sich eine Schenkung von 328000 Mk. der Freifrau Mathilde von Rothschild zu Frankfurt r. M. au de» Verein .Israelitische Kinderheilstätte Bad Nauheim". — Am l'O. Mai starb in Schönlanke Herr Rabbiner Salomo» Warldler, der nahezu 4o Jahre daselbst segensreich gewirkt hat. —[ I» Finmr starb jüngst der Verfasser der ..Klabriasparthie" Julius (Oroft. Das Stück hat seine» Verfasser bekannt gemacht. Orvsi hat. ein recht bewegtes Leben gehabt. — Wie groß die Armut der Inden in Galizien ist, geht ans folgender Mitteilung hervor. I» Krakau (ohne Podgorze Hiervon erhielten anläßlich der jüngsten Pessachtage 1400 Familien Unterstützungen leben 27.000 Juden, ungefähr 5000 jüdische Familie».

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