Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 6 (1.6.1904)
- Date
- 1904-06-01
- Page
- Seite 134 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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cn Buch Mose zugrunde legte: „Sie sollen mir ein Heiligin ihrer Mitte wohne". Hieran schloß sich die Ansprache orstandes und des Bauausschusses, Herrn Bankiers Moritz Textwort aus dem drit tum bauen auf daß ick des Vorsitzenden des SA Katzenstein und die Verlesung der Urkunde. Die ältesten Mitteilungen der Akten, »velche das Vorhandenf ausweise», reichen nur dein Archiv in Münster ein jüdischer Familien in Bielefeld bis zum Jahre 1750 zurück, indes sollen nach Angabe», die entstammen, schon i>» 13. Jahrhundert einzelne jüdische Familie» in Bielefeld gelebt haben- Die israelitiscl>e Gemeinde hat sich nach den Ausführnngen des Nedners stetig vergrößert, svdaß mehrmalige Umbauten und Vergrößerungen der Synagoge notwendig wurde». Da das seitherige Gebäude schon seit Jahren nicht mehr ausreichte, entschloß man sich zu einem Neubau, zu dem dch Gemeindevertretniig im vorigen Jahre 250 00C Mark bewilligte. Tie Synagoge wird 800 Plätze erhalten und somit hinreichend jHainii schassen, um dem religiöse» Bedürfnisse ans Jahrzehnte A zu genügen. — Am 5. April waten cs 100 Jahre, daß Mathias Jakob leiden, der große Reformator der Botanik, das Licht der Welt erblickt hat. botanischen Forschungen führten ihn ans das Gebiet der Geschichte der Naturwissenschaften. -Hier fand er die großen Forscher -tdes Judentums vor aus der Zeit der Araber in Spanim. Hier entdeckte er die Bedeutung der Juden für die Wissenschaften und ihre Renaissance int 15. und 16. Jahrhundert, dem Zeitalter des Humanismus und der beginnenden Reformation. Als ehrlicher Bekenner der Wahrheit hat er die Resultate seiner Forschungen znsam me »getragen in einer Reihe von Aufsätzen, welche er unter dem Tifel „Die Bedeutung der Juden für die Wissenschaften" in den „Westermannschen illustrierten Monatsheften" erscheinen ließ. Ihnen folgten bald eine Reihe von Anssätze» über „die Romantik des Martyriums der Juden", in denen er die ergreifende Schicksalstragödie lies Judentums darstellte. Beide Artikel-Serien sind dann später auch als besondere Schriften erschießen. So klein dieselben sind, so viel bedeuten sie äls eine eigenartige Zusammenstellung aus der Feder eines wahrt eitsiiebendcu Nichtjuden, eines wissenschaftlichen Forschers, dem nichts geht über die Wahrheit. Wir! haben daher alle Ursache, diesem Manne ein frenndlichcs Andenken zu bewahren. In Jena, an der Stätte seiner langjährigen Wirksamkeit, soll ein Denkmal in Gestalt einer Büste seine Züge verewigen, und ist aus der ganzen ÄZelt unterzeichnet haben, zu diesem Zwecke erlassen worden. — Rciuh zweijähriger Abwesenheit ist Herr Or. Gottfried Wer;- bacher von seiner Forschungsreise in das Thianschan-Gebirge wieder in München Die Ergebnisse der langen, an Mühen und Entbehrungen reichen Expedition sind für die Wissenschaft von sehr großer Bedeutung und werde» die bisher geltenden Vorstellungen von diesem Riesengebirge in erheblicher Weife verändern. Ein vorläufiger Reisebericht wird schon demnächst erscheinen. — Aus Professor Human veröffentlicht eine Arbeit über die gegenjüdischen Volkes und kommt zu folgendem Schlüsse: Es Kerlin wird berichtet wärtige Verteilung des