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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-06-01 · Heft 6 (1.6.1904) · p. Seite 124

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 6 (1.6.1904)
Date
1904-06-01
Page
Seite 124 (sequence 6)
Language
German
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124 sich aus den Glauben lagerte, Unwissenheit! ihre Fittige auf ihn auszubreiten drohte, brach durch göttliche Fügung! Licht hervor, und Nebel und Schatten schwanden. Das erste Exil und viele andere spätere Zeiten — welche sprechende Beweise, und wie wunderbar das Aufleben der Wissenschaft im Abendlande durch eine unscheinbare, weit eingreifende höhere Waltung! Ta wurde zur Devise: Erkenne den Gott deines Vaters (Ehr. 28, 9), erkenne ihn, ringe nach Einsicht und Erkenntnis, aber voran gehe der Gedanke „den Gottdeines Vaters". Wie du ihn von deinem Vater vernommen, wie ihn dein Gemüt von frühester Jugend erfaßt, der Glaube, der deinen Vätern so teuer, ihr innerstes Leben und Sein ausmachte, er sei die Leuchte und an seiner Hand „erkenne" auch, daß dein Geist mit noch klarerem Lichte, dein Gemüt mit noch innigerer Liebe erfüllt' werde. — Dieses Erlebnis ist daher auch ein allgemeines; es gehört nicht einem kleinen Kreise, »ichs einer Stadt, einer Provinz, einem Lande an: es ist Eigentum des Allgemeinen, soll Besitztum des ganzen Judentums werden. Darum wollen wir in Demut des Heizens der Hoffnung Raum geben, daß es von hier heiße: Ich habedieses Haus geheiligt, das du erbauet, um meinem Namen dort auf ewig ruhen zu lassen (1. Kön. 9, 3). Das Haus ist in seinen Räumen zur Aufnahme der Wissenschaft hergestellt: der Stifter bat die große Idee erfaßt und die Vollstrecker seines Willens haben mit aufopfernder Anstrengung denselben in großartiger Weise ansgeführt. Möge der Name des Ewigen hier für immer ruhen! Zwar kann, was Menschenhände > erbaut, den gro überdauern; aber nicht dsrs auseinander gereihte Gebälk u Stein bildet das Heiligtum, sondern der durch solchen ihm hervorgehende Geist.! Es bewegt ein Windhauch die sich der Stoß bis zum fernen Lande mit; und erreicht Raum Begrenzte sein Zieh ßen Lauf der Zeiten nicht nd der auf Stein gehäufte Bau angeregte und aus Welle und kräuselnd teilt 'i auch hier wie alles im gelehrt werden, den die verbreiten und fernen Ge was den Geist bewegt und anregt verbreitet sich hinaus in die Welt der Geister sind ist unbegrenzt nitd unvergänglich wie der Geist selbst. In diesem Sinne möge das Haus für immer bestehen, hiser im Geiste des Ewigen Stützen des Judentums Zöglinge imitier. als wahrhafte chlechtern übergehen sollen. Aus einem Worjrage „SelWYU'fe ein gehalten von Landrabbiyer Dr. A. Tä Waturgeseh^, nzer. Welche Stellung nimmt das Judentum gegenüber der Entwicklungslehre ein?! Das einfache Verneinen derselben wäre wirklich ebenso belächelnswert, wie das stolze, selbstbewußte Ignorieren gefährlich wäre. Das „Warum" will ich hier nicht näher ausführen. Eingeweihten aber kann es durchaus nicht zweifelhaft sein,

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