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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-05-01 · Heft 5 (1.5.1904) · p. Seite 113

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 5 (1.5.1904)
Date
1904-05-01
Page
Seite 113 (sequence 19)
Language
German
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113 gebrauchten bei Gadarh. oft die einzige Badeanstalt in kleineren Städten. Schon in alttestamentlicher Zeit die Hebräer warme Schwefelquellen in der Nähe des Sees Liberias Viele Kranke suchten Heilung am Teiche Bethesda. In talmndischer ^eit kamen auch Schwitzbäder in Gebrauch. — Tie Akademie der Wissenschaften har 1000 Mark für weitere Ausdehnung der tleinasiatischen Reise des Professors Dr. Alfred Philippen bewilligt. Tie Ausführung dieser Reise, die die Forschungen des Bonner Geographen im westlichen Kleiuasien abfchließen soll, wurde auf 1904 festgesetzt. — Auf der von dem „Deutsch Evangelischej! Schnlverein des Reg.-Bez.-Kassel" in Windecken abgehaltenen Versaunnlung stand auf der Tagesordnung di: sehr interessante Frage, ob auch dac> neue Testament ohne das alte gelehrt werden könne. Männer aus theologischen, philosophischen, antisemitischen und antichristlichen Kreisen luollcii das alte Testament aus den Schulen verbannt wissen. Der evangelische Lehrer Kühnle ans Eannstadt ^Württemberg) äußerte sich: Die jüdische Religionsgeschichte ist unentbehrlich, da sie die Religionsgeschichte der ganzen Menschheit, und das neue Testament an das alte gekettet sei. Es wurde am Ende der einstimmige Beschluß gefaßt, den die Versammlung knndgab mit den Worten: üßiv protestieren gegen alle, welche den Versuch machen, die jiidische Religion ans ihrer zentralen Stellung at^ Quelle aller Religionen zu verdrängen- — In Filehnt wurde am 25. April die vom Magistrat der Stadt gestiftete Gedenktafel an dem Geburtsbause des sei. Professor Lazarus feierlich enthüllt. — In Magdeburg starb am 2. März Herr Rabbiner Tr. Bioritz Lahmer, geb. am 16. Dezember 1837 zu Rybnick, einer der ersten und tlichtigsten Männer, die aus dem jüdisch-theologischen Seminar ui Berlin hervorgegangen, das demnächst die Feier seines fünfzigjährigen Bestehens begehen wird. Er redigierte etwa 25 Jahre die von Rabbiner Trenenfels begründete „Israelitische Wochenschrift" und hat werlvolle Arbeiten über das Verhältnis der hebräischen Traditionen zu den Kirchenvätern veröffentlicht. — In Frankfurt a. Ul. starb am 2. Marz Herr Dr. G. Schnapper^ Arndt, geb. am 2. Oktober 1849, der als Gelehrter auf dein Gebiete der Nationalökonomie weithin bekannt geworden. Er nmr Dozent an der Akademie für Sozial' und Hand'elswissenschaften. — In Frankfurt a Ul. starb am 9. April der bekannte Hebraist und jüdische Bibliograph Ehajim Meyer ijimmiit; im Alter von 48 Jahren. — Herr Dr. Arnold Losenbacher, Präses der Prager israelitischen Knltusgemeinde hielt einen Vortrag über „Moses und Hamurabi". Ter Vortragende beschäftigte sich zunächst mit den Referaten, welche Professor Telitzsch in der Deutschen Orientgesellschast zu Berlin über die Ergebnisse fciuei AnmiewForsclmng erstattet hatte. Die in niesen Referate^ ausgestellten Behauptungen über die Wechselbeziehungen, zwischen dem Codex Hamurabi und der Bibel hatten durch die starke Geringschätzittkg, mit welcher Pros. Delitzsch die Bibel behandelte, das Interesse der öffentliches 1 Meinung damit gegen das Jndentnrn richtete, so sensationell machte, war, wie Tr. Rosenbacher wachgerufen. Was die Angriffe, -welche Delitzsch gegen die Bibel und

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