Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1904)
- Date
- 1904-04-01
- Page
- Seite 91 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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91 F PP WM des Vereins in den verschiedenen Ländern zusammen. Aus dem Rechenschaftsbericht - ging hervor, daß in dem Zeiträume vom 1. Mai 1902 bis 31. Dezember 1903 die Einnahmen des Vereins 6173,33 Mk., die Ausgaben 4855,75 Mk. ergibt. An i dem Ankäufe der ersten Vereinspublikation Jüdische B. I. nahmen die jüdischen Organisationen und Großgemeinden in folgender Weise teil: Jewish Colonisation -j Association 2800 Mk., Alliance Jsraelite Universelle 200 Mk., Bnei-Brith Logen Deutschland 376,65 Mk, Bnei-Brith Logen Österreich 100 Mk., Deutsch-Israelitischer Gemeindebund 120 Mk., Jüdische Gemeinde Warschau 350 Mk.. Jüdische Gemeinde Berlin 140 Mk., Jüdische Gemeinde Wien 100 Mk.. Israelitische Allianz j Wien 70 Mk. In der Diskussion über die Tätikeit des Vereins gab zunächst Sanitätsrat Dr. Maretzki unter warmer Anerkennung des bisher Geleisteten wichtige f Anregungen betreffs des weiteren Arbeitsplanes. Er wies namentlich auf die j Gesundheitsstatistik als jenes Gebiet hin, auf welchem das reichhaltigste Material I bereits vorliege und durch eine systematische Bearbeitung gehoben werden müsse. I Ferner betonte er die Notwendigkeit, auf die landes- und reichsstatistischen Ämter Einstuß zu suchen, damit diese der jüdischen Statistik in ihren Fragebogen. größere Aufmerksamkeit zuwenden mögen. Herr Eliasberg sprach von der Wichtigkeit der jüdisch-statistischen Arbeiten in Rußland, wobei er aus das einschlägige Werk des Staatsrats Bloch hinwies. Über denselben Punkt äußerten sich Dr. Heinrich Meyerf Cohn und Herr Leo Motzkin. Dr. Nossig teilte mit, daß der Vorstand sich bereits I bemüht hatte, die offiziellen statistischen Arbeiten zu beeinflussen. Daneben halte 's jedoch der Verein an seinem Hauptprogramm fest, welches darin bestehe, zunächst auf Grund des vorhandenen Materials eine Gesamtstatistik des Judentums herzu- .i stellen. Nach Erteilung des Absolutoriums wurden die vom Vorstand entworfenen' | Satzungen des Vereins verlesen und mit geringen Änderungen angenommen. ES \ folgte nun eine längere und angeregte Debatte über die finanzielle Basierung deS Vereins zum Zwecke der Schaffung dauernder Ämter für Statistik der Juden und . Anstellung fachmännisch gebildeter Beamten. Das diesbezügliche Referat des Borsitzenden gipfelte, nach kritischer Prüfung üerschiedener Projekte, in dem Gedanken» daß die jüdische Statistik eine gemeinsame Schöpfung aller jüdischen Vereinigungen ■ und Großgemeinden werden müsse. An der Diskussion beteiligten sich insbesondere Dr. Klee und Dr. Alfred Waldenburg. Man beschloß, zur Verwaltung der für.jj die jüdische Statistik bestimmten Fonds ein Kuratorium aus Berlirer Notabel« zu ' wählen und entwarf eine Liste derjenigen Herren, denen Sitze im Kuratorium auzuweisen sind. In den darauf folgenden Wahlen wurde die Mehrzahl der Mitj glieder des abtretenden Vorstandes iwiedergewählt. zuni Vorsitzenden Dr. Alfred Nossig, zum Generalsekretär Louis Leopold, zu Beisitzern Berthold Feiwel, Dr. | Marti» Buber, David Trietsch, Dr. Theodor Zlocisti. Ferner wurden S. Eliasberg .ß, zum Schatzmeister gezählt und dem Vorstand aufgetragen, nach Bedarf weitere .^ Beisitzer zu kooptieren. Bis jetzt wurde Ingenieur Stefan Perez kooptiert. ZuH'