Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1904)
- Date
- 1904-04-01
- Page
- Seite 90 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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- 90 — ■ Anstalt, Herr Dozent Dr. didaten Dr. Julius Guttmc Rabbiner aus der Anstalt auf im Namen der Scheid S. Horwitz, die Festrede. Alsdann wurden die Kannn und Dr. Julius Lewkowitz, nachdem sie die theologischwissenschaftliche und die talhiud-rabbinische Prüfung vorschriftsmäßig bestanden haben, durch den Seminar-Rabbiner Dr. Lewy unter den üblichen Segenswünschen als entlassen. Rabbiner Dr. Julius Guttmann dankte hiernden dem gesamten Lehrkörper. Mit dem Kaisergebet, vorgetragen vom Seminarchor unter Leitung des Oberkantors Rosenthal, endete die eierlichkeit, welcher nächst verschiedenen Gemeindevertretungen zahlreiche Personen iwohnten. Zur Bemerkung um den Josef Lchmann'schen Preis war für das ^laufende Jahr die Aufgabe gestellt: „Der Einstuß Al-Ga/.zali's auf Chasdai ’r-Kreskas." Eine Bearbeitung dieses Themas ist jedoch nicht eingegangen. — Der jüngst verstorbene Herzog Friedrich von Anhalt zeichnete sich durch seine weitgehende Toleranz anderen Glaubensbekenntnissen gegenüber ans, die sich speziell bei Errichg, taug des Mendelssohns-Denkmals in Dessau am deutlichsten bekundete, da er nicht nur der Enthüllungsfeier, sondern auch dem Festgottesdienste in der Synagoge persönlich beiwohnte. — Dex Synagogengem^einde in Danzig hat Herr L. Gieldzinslri eine aus 120 Nummern bestehende Sammlung alter kunstvoller jüdischer Kultus- I, gegenstände geschenkt und daran die Bedingung geknüpft, daß sie der Öffentlichkeit kzusammeugetragen und ist nicht entzogen werden dar Sammlung wurde von Hbrrn Gieldzinski in )ie vierte die besteht; die anderen sind im Besitz des Kensington-Museums in London, des Mus«e Cliny in Paris, des Museums in Frankfurt a. M.; außerdem vorhanden. — Es handelt Gegenstände, sowie um bun Sehenswürdigkeit für Stad „Mönchshof" zu Kerlin d -Statistik" und im Anschluß Herren Prof. Dr. M. P Sanitätsrat Maretzki, Dr. H -separatistische Tendenzen ver der Juden als einer gesch -Judentums hänge der Bereir |et stehe als wissenschaftliche auch soll keiji Eintrittsgeld erhoben werden. Die einem Zeitraum von 30 Jahren ist noch eine Sammlung Matthias Bersson in Warschau sich um in Silber, Kupfer und Messing getriebene bemalte auf Pergament geschriebene Gebetbücher u. sw. Die Sammlung, von der nächstens ein Katalog erscheinen wird, soll im sogenannten „Brautzimmer" der Danzigrr Synagoge zur Aufstellung kommen und dürfte eine und Umgebung bilden. — Au 10. Januar fand im i erste Plenarversammlung des „Vereins für jüdische an dieselbe eine, größere Versammlung statt, welche die plippsvn, Justizrat Timendorfer, Dr. Paul Nathan, Hildesheimer, Reichstagsabgeocdneter Ed. Bernstein, Dr. A- Nossig in Angelegenheiten der Statistik einberufen hatten. In seiner kurzen Eröffnungsansprache hob de c Vorsitzende des Vereins, Dr. A. Nossig, auf eine vom Abg- Ed. Bernstein hin gegebene Anregung hervor, daß der V. f. j. St. keinerlei folge, sondern sich im Sinne von Zunz mit der Statistik ichtlich gegebenen Kollektivität befasse Jnnnerhalb des ebenfalls nicht mit dieser oder jener Gruppe zusammen, Organisation jenseits aller Parteien. bericht faßte die aus den früheren Mitteilungen bekannten Tat Der Geschäftsachen der Ausbreitung