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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-03-01 · Heft 3 (1.3.1904) · p. Seite 54

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 3 (1.3.1904)
Date
1904-03-01
Page
Seite 54 (sequence 8)
Language
German
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54 richteten Mütter sind, )ie sich mit unermüdlichem Eifer und mit vieler Einsicht der Erziehung und der Bec ufsichtigung des Unterrichts ihrer Kinder hingeben. Bis zu dieser Blüte seines Gedeihens war das auS einem so winzigen Anfang hervorgegangene Philaiithropi» unter der eifervoll vorwärts strebendeu und nach allen Seiten umschaneuden Leitung von Hcß bereits emporgeblüht, ohne daß die Gemeinde als solche sic!> irgendwie desselben annahm. Das Institut, das bereits eine so wohltätige Wirksamkeit auf die Gemeinde ausübte, wurde immer noch durch " seine eignen Einnahmen unabhängigen Leitung Umwandlung Frankfurt- Dalberg ihm die lebhaste Teilnahme dieses Fürsten zugewendet, der im engeren Kreise seiner Regierung günstiges Andenken hin und durch freiwillige Beiträge erhalten und stand unter der des genannten Penvaltungskomitees. Dagegen hatte die in ein Herzogtum unter der Regierung des Fürsten-Primas durch humane Gesinnung und freiheitliche Einrichtungen ein erlassen hat. Dieser gewährte der jüdischen Erziehungsanstalt alsbald ans des Staatskasse eine Jahresnnterstützung von 1000 fl., die später bei einer allgemeinen Organisation des Unterrichts auf 2000 fl. erhöht wurde, nachdem die Inden durck Ablösung des sogenannten Konzcssionsgeldes mit 440,000 Gülden die Gleichstellung mit ihren christliche», Mitbürgern erlangt hatten. Die Schule war gleichzeitig unter die Aufsicht einer öffentlichen Staatsbehörde gestellt worden, womit aber gun: Schaden derselben die Wirksamkeit des Verwaltungskomitees suspendiert wurde, ohne daß jene Behörde dieselbe ersetzt hätte. In dieser Zeit einer allgemeinen Gähruig und Umwandlung lag die Verwaltung und Leitung der Schule tatsächlich nur in der Hand des Oberlehrers, und doch gelang es seiner Unermüdlichkeit, gerade tamals unter unsäglichen Schwierigkeiten ein notwendig gewordenes neues Lokal i i Besitz derselben z» bringen und auszubauen, das den erweiterten Bedürfnissen der Schule einigermaßen entsprach; und endlich setzte er durch seinen persönlichen Einfluß bei den oberen Schulbehörden eine neue Organisation der Schule und die Aufnahme derselben in den Organismus des allgemeinen Schulwesens durch, so daß sie am 13. Juli 1813 unter dem Namen „Real- und Volksschule der israelitischen Gemeinde" qls öffentliche Schule eröffnet und, was von Wichtigkeit war. einerseits unter den Schutz des Staats, andrerseits wieder unter die unabhängige Leitung des früheren Verwaltungskomitees trat, welches unter dem Namen eines Schulrats von der Behörde installiert wurde. Aber dem rastlosen Geist sollte nach all diesen wiederholten Schwankungen, die er immer wieder mit Glück zum Vorteil der Schule zu wenden wußte, immer nicht einmal die Ruhe zur ungestörten Fortentwickelung seiner schöpferischen Hand bereits zu solcher Bedeutung wechselnden Geschicke des Vaterlandes machten ihren noch keine Ruhe werden, des Jnstitus, das unter herangewachsen war. Die großen Befreiungskämpfe Einfluß auch auf die Lebensschicksale der Schule geltend. Die französisch-rheinbündlerische Herrschaft nahm mit dem Jahre 1813 ein Ende. Fraiikfurt wurde im dieses Jahres >eiile Zeitlang das Hauptquartier der iittitt

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