Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1904)
- Date
- 1904-02-01
- Page
- Seite 40 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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„Es ist doch ein großer Leichtsinn", sagte Mannheimer, dessen Miene inzwischen wieder sehr ernst geworden war. „Herr von Mannl eimerleben", sagte der Brautvater, „das ist leicht gered't. Keichtsinn hin, Leichtsinn l er. Die Hauptfach' ist, wenn ich das Geld hätt', möcht' ich es ihm geben; aber wo nichts ist, hat der Kaiser das Recht verloren." „Und was sagen Aie dazu?" wendete sich hierauf Mannheimer wieder an tzen Bräutigam. ", „Herr von Mannheim erleben", gab der Bräutigam zur Antwort, „was soll Äh dazu sagen? Was ich dazu sagen tu', das Hab' ich doch schon gesagt. Meine Dnfhundert Gulden will ich haben." „Und Sie würden der fünfhundert Gulden wegen das Mädchen sitzen lassen?" fragte Mannheimer. „Ob!" sagte der Bräutigam. „Fühlen Sie", fragte Mannheimer, gar keine Neigung für das Mädchen?" „Warum nicht", sagte der Bräutigam, „Neigung Hab' ich auch." „Also", sagte Mannheimer, „folgen Sie der Neigung Ihres Herzens, und machen.Sie der peinlichen Sache ein Ende." „Herr von Mannhi imerleben", sagte der Bräutigam, „Neigung ist recht, / aber erst muß ich haben ei» Mädchen ohne Geld! Wissen Sie nicht, Herr vst meine fünfhundert Gulden. Ich kann doch nicht nehmen Was soll ich anfangen mit ein' Mädchen ohne Geld? n Mannheimerleben, wie das Sprichwort sagt: Ohne Held ist ka Chasseneh (keine Hochzeit)." „Und wozu sind heimer, „Sie mußten das Mcht da sind!" »Fragen Sie ihn", Kager auf den Vater der Namen jhergeh'n, der Hers: bringen." »Ja, mein Lieber", Vater?" „Halt", unterbrach „Was meint denn Sie denn eigentlich hieher gekommen?", fragte Manndoch schon zu Hause wissen, daß die fünfhundert Gulden antwortete der Bräutigam, indem er mit dem Zeige- Braut deutete, „er hat gesagt, wir sollen nur in Gott's von Mannheimer wird die Sach' schon in Ordnung sagte Mannheimer, „was meint denn der Schwiegerihn der Bräutigam, „so weit sind wir noch nicht." der Vater Ihrer Braut", korrigierte sich Mannheimer, meint er vielleicht, der Prediger hat die Obliegenheit, die Mitgift der Braut zur Trauung mitzubringen?" „Was weiß ich, wah er meint", entgegnete der Bräutigam, „da steht er ja. Sie können ihn ja fragen." „Herr von Mannhe merleben", sagte der Brautvater, „die ganze Welt weiß, daß der Herr von Mannheimerleben ist ein feiner Mensch und tut heraushelfen einem Jeden, aus'n Schlamasel (Unglück); Hab' ich mir gedacht, er wird mich auch