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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-01-01 · Heft 1 (1.1.1904) · p. Seite 22

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 1 (1.1.1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 22 (sequence 24)
Language
German
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22 40 Jahre segensreich gewirkt hat. Von seinen wissenschaftlichen Arbeiten sind zu nennen: Vier Jahrhunderte aus der Geschichte der Juden (Heidelberg 1865), Predigten (in polnischer Sprache, Warschau 1862), The history ot future of the phia 1897) und sein Hauptwerk: Dictionary ot' the li and Yeruschalmi and the Midraschic Literature Talmudie Text. (Philade Targom, the Talmud Ba (NewYork 1898 ff.) — Die jüdische Bevölkerung Uew-UorKs ist während des Jahres 1902 auf 584788 Seelen gestiegen. — Eine Kabeldepesche brachte am 6. Oktober dem Präsidenten der Ehitagoer Universität, Harper, die frohe Kunde, daß ein Firma» des Sultans die Dirn ihm erbetene Erlaubnis erteile, in Bismya in Babylonien Ausgrabungen vorzunehmen. Die Arbeite» werden schon in allernächster Zeit in Angriff genommen werden. — Die durch einen englischen Archäologen kürzlich unter den Ruinen eines alten byzantinischen Tempels aufgefundene Siloah- Quelle in Jerusalem ist nunmehr endgültig in den Besitz des griechischen Patriarchats übergegangen. — Das „Journal ossieiel" veröffentlicht eine Verordnung des Präsidenten Loubet, das sich init Wiedereinführung der jüdischen Konsistorien für Algier beschäftigt. Es sollen neue gelegenheiten zu leiten unk Kreiskonsistorien gebildet werden, die alle jüdischen Andafür zu sorgen haben, daß gewisse Abgaben, z. B. die Fleischsteuer, zur Verwaltung der jüdischen Gemeinden und zur Pstege philantropischer Anstalten zu verwenden sind. - Wefeiate und Mitteilungen. Im Kommissionsverlag von H. G. Wellmann in Leipzig 19«'3 ist erschienen: Volksleben im Lande der ß ibel von Leonhard Hauer. Dieses Werk ist geeignet uns in der Kenntnis Palästinas, seiner Bewohner, seiner Sitten und Bräuche zu fördern, durch die in ihm enthaltenen Schilderungen, die zugleich Licht auf die biblische Vergangenheit des Landes werfen. Seinen eigentlichen Wert hat das Buch dadurch, daß der Verfasser auf alle Gebiete des Lebens eingeht und nichts ausgenommen, was nicht durch langjährige Beobachtung, durch eigene Erfahrung und durch stete vielfache Nachfrage sich als ivahrheitsgetreu erwiesen hat. Der in 32 Kapiteln behandelte, ebenso reiche wie interessante Stoff, wird sich für alle Kreise der Gesellschaft als äußerst wertvoll erweisen und liegen, was besonders hervorgehoben zu werden verdient, der Bildern durchweg Originalphotographien und Zeichnungen zu Grunde. Wie abergläubisch die Bewohner Palästinas sind,.kann man aus Folgendem sehen: „Ein Kind muß man viel weinen lassen, so wird es schwarze Augenbrauen bekommen". „Ein Hochzeitspaar soll auf einem anderen Wege, als dem zur Trauung ins Gotteshaus beschrittenen ins Haus zurückkehren, damit der Mann nicht bald sterbe." Recht interessant ist das Kapitel über Sprich-

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