Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 24 (1904)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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iu Verbindung mit S. Buber, Prof. Büchler, A. Eppstein, Prof. Geiger, Dr. Groß, Dr. Harkavy, Dr. Kayferling. Dr. I.. Löiv, Dr. N. Porges. Tr. S. Poznanski und anderen Fachmännern. Jüdisch-hellenistische Literatur, Apokryphen und Pseudoepigraphe»: Pros. Dr. Leop. Cohn-Breslau. III. Biblische Archäologie: Dr. Paul l Ricger-Hamburg, Talmudische Archäologie: Tr. S. Krauß-Budapest, Mosaisches -j und talmudisches Recht (die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen), Geschichte - der Juden bis zum babylonischen Exil: Rabb. Dr. Jacob Göttingen, Geschichte der -j Juden bis zum Abschluß des Talmuds: Rabb. Dr. Vogelstein-Königsberg, Geschichte ) der Jude» bis zur Aufklärungszeit: Dozent Dr. Brann-Breslau, Geschichte der j Juden in der Neuzeit: Prof. Dr. M. Philippson-Berlin, Wirtschaftsgeschichte der S Juden in Mittelalter und Neuzeit: Privatdozent Dr. Caro-Zürich, Geschichte der j jüdischen Sekten: Dr. S. Posnanski-Warschau, Quellenkunde der jüdischen Ge- schichte: Direktor Dr. M. Stern-Berlin, Geschichte des Synagogenkultus: Dozent j Dr Elbogen-Berlin, Geographie Palästinas: Dr. I. Krengel-Böhm. Leipa, Chro- : logie und Numismatik: Dr. M. Grunwald-Wien, Epigraphik, (die Verhandlungen i schweben noch). Nur dadurch, daß den einzelnen Autoren völlige Freiheit in der ( Ausgestaltung ihrer Aufgaben überlassen und jeder Autor nur für den Inhalt seiner Arbeit verantwortlich ist, konnte eine so große Anzahl von Gelehrten der verschiedensten Richtungen zu diesem bedeutungsvollen Unternehmen vereinigt werden. ' Zwei Bände sollen schon in Jahresfrist erscheinen, und auch für die folgende Jahre 1 ist das Erscheinen mehrerer Bände gesichert. — Im Aufträge zweier humanitärer jüdischer Vereine, des „Israelitischen Hilfsvereins" in Frankfurt a. W. und dcS „Jüdischen Komitees zur Bekämpfung des Mädchenhandels" in Hamburg haben kürzlich zwei Damen eine Studienreise nach Galizien unternommen. In erster Linie sollten Informationen über den jüdischen Mädchenhandel und die Möglichkeit seiner Bekämpfung eingezogen werden. Da aber der galizische Mädchenhandel keine isolierte Erscheinung ist, sondern in de» materiellen und geistigen Lebensverhältnissen der dortigen Juden wurzelt, so ergab sich die Notwendigkeit, die ganze Existenz ,j dieser Bevölkerung kritisch zu beobachten. Die beiden Reisenden, Frl. Bertha W Pappenheim und Frl. Dr. Sara Rabinowitsch haben ihre Eindrücke in einem Bücha lein niedergelegt, das jüngst erschienen ist. (Zur Lage der jüdischen Bevölkerung m in Galizien. Frankfurt a. M-, Neuer Frankfurter Verlag. 98 S.) In knapper W und schlichter Form iverden die Verhältnisse des Landes besprochen und bei allem W Wohlwollen für die Juden ihre Lebensgewohnheiteii einer scharfen Kritik unterzogen. W Vor allem ist es verdienstlich, daß hier von berufener Seite einmal die verkehrten Lebensideale aufgezeigt werden, die die Juden vielleicht mehr als äußere Umstände in ihrem Elend verharren lassen. So ein falsches Ideal ist das der Gelehrsamkeit. „Die galizische Orthodoxie verlangt, daß Knaben vom dritten Lebensjahre an sich mit dem Studiunl der hebräischen Sprache, der Thora und des Talmuds beschästigen. Jede andere Kenntnis ist verpönt." Die Erziehung in dieie» Talmudschulen ist, iiüiiiiy