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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-01-01 · Heft 1 (1.1.1904) · p. Seite 16

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
24 (1904)
Issue
Heft 1 (1.1.1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 16 (sequence 18)
Language
German
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16 beabsichtigen, zuin Anschluß au die Versicherungsgesellschaft „Viktoria" bestiniinen. Rur durch die hieraus für. die „Friedrich-Wilhelm-Viktoria-Stiftung" vertragsmäßig erfließenden Einkünfte wird diese in de» Stand gesetzt, den in inimer weiterem Umfange an sie herantretende» Anforderungen der jüdischen Gemeindebeamtenschaft um Erleichterung ihrer Lebensversicherungen gerecht zu werden. Versäume» diese Beamten, der dringenden Bitte der Stiftung nachzukominen, so schädigen sie dadurch ihren eigenen Stand ans das schmerzlichste. — Aus dem Bureau der „Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" ging uns nachstehende Zuschrift zu: „Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" tritt nunmehr mit ihrem Programm hervor. Bekanntlich wurde in der General-Bersammlung ani 31. April v. I. auf Anregung des Herrn Dr. Gustav Karpeles der Beschluß gefaßt, einen Grundriß der Wissenschaft des Judentums herauszugeben, der in Einzel- Darstellungen das Gesamtgebiet der Wissenschaft uinfassen soll. Es wurde ein Konnte zur Redaktion des Entwurfs eingesetzt, bestehend aus den Herren Professoren Bacher und Cohen, den Herren Rabbinern Dr. Güdemann, Bloch, Kroner, Lucas und dem Antragsteller. Nach eingehender Beratung kam man überein, die Anzahl der Monographiccn zunäckist auf :i6 fcstzusetzen, doch sind Ergänzuugsbände dabei Ausdrücklich vorgesehen. Die zur Mitarbeit cingeladencn Gelehrte», die meist mit freudigem Eifer zugesagt haben, einigte» sich in der Hauptsache darin, daß es nicht sowohl auf die Masse des gebotenen Stoffes ankomme, als vielniehr auf dessen geistige Durchdringung, zusammenhängende und verständnisvoll geordnete Darstellung, die trotz der streng wissenschaftlichen Grundlage doch zugleich das Interesse der Gebildeten erwerben und diese belehren könne. Das Resultat der langen und schwierige» Verhandlungen ist das folgende Programm in drei Abteilungen, das nunmehr der Öffentlichkeit zum erstenmal« vorgclegt wird: I Systematische Teologie: Rektor Dr. Köhler-Cincinnati, Ethik und Religionsphilosophie: Prof. Dr. Herm. Cohen-Marburg, Geschichte der Religionsphilosophie: Rabb. Dr. I. Guttmann-Breslau, Einleitung in die Bibel: Prof. Dr. Blau-Budapest, Geschichte der Bibelexegese: Rabb. Dr. Eppenstcin Briefen, Einleitung in den Talmud: Docent Dr. Baneth-Berli», Geschichte der Halacha: Rektor Dr. A. Schwarz-Wien, Geschichte der Hagada: Rabb. Dr. Blvch-Poseu, Religionsgeschichte: Rabb. Dr. Bäck- Oppel», Judentum und Christentui»: Tr. B- Kellermaiin-Berlin, Judentum und Islam: Prof Dr. Goldziher-Budapest, Rabbinische Literatur des Mittelalters: Prof. Dr. Ginzbcrg-Rewyvrk, Praktische Theologie: Rabb. Dr. Vogelstein-Stetti», Apologetik: Oberrabb. Tr. Gudemanil-Wien, Das Zeremvuial-Gesetz des Jndentums in seiner historisch-kritischen Entwicklung: Kirchenrat Dr. Kroner-Stuttgart, Homiletik: Prediger Dr. M. Lcvin-Berlin, Pädagogik: Rabb. Dr. Hochfeld-Düsseldorf. II. Hebräische Sprachlehre: Prof. Dr- Barth-Berlin, Aramäische Sprachlehre: Prof. Dr. Landauer-Straßburg, Geschichte der hebräischen Sprachwissenschaft: Prof. Dr. Bacher-Budapest, Geschichte der jüdische» Literatur: Dr. Gustav Karpeles

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