Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 12 (1.12.1903)
- Date
- 1903-12-01
- Page
- Seite 282 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Benin Di: südwestliche Mauer des salomonischen Tempels steckt! W Fuß tief, im Schutt. . . :§»hiknzischen Bauleute dort ■$ konnten. Es ist se^tgestell! Herumlief, als man früher 4: Jer. 39. 4j Rehen« künde von 1500 vor. Ehr gekommen und in Man hat noch die Steinmetzzeichen gefunden, welche die! angebracht haben. Es gilt noch heute für ein technischewie damals! diese Ungeheuren Massen so regelrecht zusammengesetzt werden worden, daß die alte Stadtmauer viel weiter südlich annahm. So ist für die Lage der Königsgärten (Köm 3, 15) ein größerer Spielraum gegeben. Noch wich» Wer war die Entdeckung!>er Siloah-Jnschrift, welche Professor Guthe durch einen 'chemischen Prozeß lesbar gemacht und entziffert hat. Mit dieser Urkunde, die zur des Propheten Jesaja in hebräischer Sprache geschrieben «vorden ist, haben wir 'injS Zeilen den Beweis dafür, daß im großen und ganzen die sprachliche Überlieferung aus Jesaja's Zeit als eine sc,t gute zu bezeichnen ist. Die Bermeffung des OstjordaN'Landes hat gezeigt, daß man in nächster Nähe von Kulturländern sich in unbekannten Gegenden befinden kann. Die früheren- Karten des Ostjordanlandes find ganz unzuverlässig. Kaiser Wilhelm II. hat 25000 Mark zu dieser Arbeit gespendet. Wir verfügen jetzt über genaue meteorologische Beobachtungen, über eine gründliche Kenntnis der alten Bauarten sowie einzelner Tierspezies und.Kulturpflanzen, wo wichtige Ruir enstädte begraben liegen. Nach einer hieroglyphischen U» zog Pharao nach Norden, ist dann in'S Gebirge (Karmel) einen Hohlweg, jenseits dessen die Stadt Magedun (Megiddo) belegen gewesen sei. Diese uralte Straße ist aufgefunden worden; dort bietet ein Hügel CIsl-el-!Unt6886lill^ einen iveiten Überblick über die Ebene Jisreel. Man muß dort eine Festungsan äge erwarten; das Ergebnis »oar überraschend. Man war bei den durch den deutsch« n Palästina-Verein vor kurzem begonnenen Ausgrabungen noch nicht ganz einen Met^r tief gedrungen, als inan auf eine altisraelitische Schilt Erforschung als ein Kastell aus der Zeit Salomo's et? des Pharao Schischa unter Rehabeam zirka (975 v. Ehr.) ist dies Kastell zerstört wbrden, das sehr bald von Schutt bedeckt wurde. Ein Heiligtum wurde gefunden, in dem drei große Urnen mit Leichenresten standen. Da in alten Heiligtümern nie nals Leichen beigesetzt wurden, so handelt es sich hier um die Opferung der erstgel orenen Kinder. In der Tiefe von 550 Metern kommt man in jener Gegend au-, die vüriSraelitische Periode, 1400 v. Chr., aber bis zu 20 und 25 Meter liegen die Ruinenstädte begraben. Der Schutt wird abgefahren und sorgsam gesiebt, weil sich oft Tonfiguren und Münzen dort vorfinden. — Die hervorragendsten jüdischen Gelehrten auf allgemein-wissenschaftlichem und speziell jüdischem Gebiete hielten am 9. November in Serlin eine Versammlung ab, in djer Herr Redakteur N.sSokolow aus Warschau über die von ihm in Angriff genommene hebräische Encyklohädie einen Vortrag hielt. Es war vielleicht zmn ersten Male, daß sich in Berlin ein so erlesener Kreis von Repräsentanten allgemeinen uh! jüdischen Wissens zusamnenfand. Von vielen Gesichtspunkten aus hatte der Redttp stieß, die sich bei näherer wies. Durch den Einfall