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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-12-01 · Heft 12 (1.12.1903) · p. Seite 281

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 12 (1.12.1903)
Date
1903-12-01
Page
Seite 281 (sequence 19)
Language
German
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kiche Krankheit der Zeit zeigt.- Bon derselben Gesinnung zeuge« «ich die erst- Kurzem dem Werke deS belgischen Prof. L. Errera über die russischen angehenden Worte des verewigten Mommsen. „Mein Herr! Sie hatten die? Mir Ihr Buch über die gegenwärtige Lage der Juden in Rußland zu «nie ' Das erschütternde, leider auf nur zu wahren Tatsachen begründete Bild, daisi von der Lage entwerfen, wird nicht verfehlen, viele Herzen zu rühr« unid den Abgrund zu enthüllen, von dem zugleich gesunder Menschenverstand- Menschlichkeit verschlungen zu werden scheinen. Werden sich aber unter d«« Ihnen gerührten Herzen solche findend die fähig sind, dieser schändlichen G«ißü^M^ zuhelsen und den dunkelsten Flecken unseres Jahrhunderts nicht allein zu sondern auch auszulöschen? Wird der Verfall unserer so sehr gerühmte» sation, wird der Selbstmord Rußlands aufzuhalten sein? Wir wollen es ES ist Pflicht, nicht an der armen Menschheit zu verzweifeln. Aber diese Pß wird immer schwieriger. Der Fanatismus ist unverbesserlich. Es bleibt uuS• Wunsch übrig, daß die Staatsmänner eine» so großen Reiches und ein Monarch, i richter von Europa, nicht länger die Verblendung eines wiedererstandenen To« ertragen." — In Halle a. K. wurde die Feier des 25jährigen Bestehens des de Vereins für die Erforschung von Palästina abgehalten, bei der in der Aula der Um« einer der Begründer, Professor D. Kautsch-Halle die hohe Bedeutung dcS im wissenschaftlichen Sinne und seine auch in wirtschaftlicher Beziehung Erfolge hervorhob, die Dank dem freundlichen Einvernehmen des Deutsche« zum Sultan jetzt den deutschen Namen im Orient geachtet gemacht haben, früher niemand unser Vaterland dort kannte. Aus den Mitteilungen über die in ‘ gemachten Ausgrabungen waren besonders intereffant die Angaben des Prof. Guthe-Leipzig über die Mosaikkarte von Jerusalem und Modeba und die Enthüll der Keilschrifttafeln, die Prof. D. Sellin-Wien in Taannek gefunden und teiltärische Einquartierungslisten, teils aber Briefe eines kananitischen Fürsten dar der von Zeit zu Zeit in Geldnot gewesen zu sein scheint.. — Jüngst tagte; fünfte ordentliche Generalsynode, auf welcher Stöcker über einen Antrag der bra«d«l^ burgischen Provinzialsynode betreffend di« Proselytentause referierte. Derselbe?' bs>8 antragte — und der Antrag fand Annahme — daß die Generalsynode bei« Ol kirchenrate eine allgemeine Verordnung erwirken möge, dahingehend, daß die Gt lichen der evangelischen Landeskirche über jede Proselyteud. h. wohl Iudenta an daS Provinzialkonsistorium einen Bericht zu erstatten und dabei anzugeben! in welcher Weise die Vorbereitung zur Taufe stattgefunden habe. —Jy der S der fünften ordentlichen Generalsynode berichtete Herr Prof. Dr. Kautzsch- Vorsitzender deS deutschen Dalnftina-Hereins, über die Ausgrabungen im Lande. Das archäologische Institut in Palästina, daS i. I. 1880 seine 1 begann, setzte mit Grabungen im Süden Jerusalemein, um den Umfang und Tiefe der alten Mauer festzustelle«. Mit großen Mitteln hatte der «gliche Palö

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