Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1903)
- Date
- 1903-11-01
- Page
- Seite 249 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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mit den Jahrhunderten der aufrechterhaltenen Hoffnung und der ausdauernde« Geduld? Die Zukunft gehört denen, die warten und arbeiten. Die Zukunft gehört, uns. Und sind auch unsere Bestrebungen, ein gesetzlich gesichertes Heim in Palästina zu errichten, ein- oder zweimal fehlgeschlagen, so hat das wenig zu sagen. Wk sind des Erfolges sicher. Die Geschichte deutet in diese Richtung. Die Prophezeiungen deuten in diese Richtung. Wir müssen uns an Zion klammern. Wir müssen uuS stets die Losung vor Augen halten: „Wenn ich Dein vergesse. Zion, soll meine Rechte verdorren . . . Wenn ich Jerusalem meiner höchsten Freude nicht vorziehe." London, 2. Elul 5663. Der Ihrige M. Gaster. Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Denkmäler in IranKfurt a. M. Man hat in den zwei letzten Jahrzehnten in jüdischen Kreisen der Sammlung von Kunstgegenständen eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt, von der richtigen Ansicht ausgehend, daß auch auf dem Gebiete der Kunst der hervorragende Anteil der Juden, der vielfach unterschätzt wird, wissenschaftlich feftgestellt werden muß. Neben der im Jahre 1887 in London veranstalteten Ausstellung jüdischer Kunstgegenstände, über welche ein ausführlicher Katalog erschienen, sind es besonderdie Vereine in Hamburg und Wien, welche von dem lebhaften Interesse Zeugnis geben, das für die Sammlung und Bearbeitung dieses überhaupt bislang nur wenig! beachteten Gebietes erwacht ist. In würdiger Weise schließt sich diesen Bestrebungen der in der Überschrift genannte Verein in Frankfurt a. M. an, auf welchen wir, angeregt durch die uns zugegangenen drei Hefte seiner wertvollen Mitteilungen die Aufmerksamkeit unserer Leser lenken möchten, mit dem gleichzeitigen Bemerken, daß die Mitgliedschaft durch einen einmaligen Beitrag von 300 Mark oder durch, einen jährlichen von 10 Mark erworben werden kann. Der Frankfurter Verein, der sich der Teilnahme weiterer Kreise von Nah und Fern erfreut, ist bereits durch Ankauf und Schenkung im Besitze einer wertvollen Sammlung, welche neben künstlerischen Resten aus der Vergangenheit auch Kunstgegenstände aus der Gegenwart enthält, soweit sie von Juden oder für jüdische Zwecke geschaffen sind, die den Grundstock zu einem Museum bilden, dessen Eröffnung in absehbarer Zeit bevorsteht. Abgesehen von den Bauten des Altertums, deren Kenntnis durch Ausgrabungen immer mehr gefördert und erweitert wird, wird von Seiten des Vereins eine be-