Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 10 (1.10.1903)
- Date
- 1903-10-01
- Page
- Seite 232 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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232 eines alle Menschen klart. Die Vertreter alledem eines Tages nicht blos geglaubter Jur Oeschjcht Die -breite, li auf den Namen des Breslau ein Qrof^articie Westseite ein großstädt regen Fremdenverkehr, Fahrgäste warten, Die andere Straßenfrö Teil besteht aus einen Baumwipfel grüßen. Dach eines alten, m der Zaun ein rom Drange und dem Neug Irrtum schwindet beim Wi^ greifen nach der wären wir urplötzlich das hastende, sonnige Totenstadt. Ein paar Eschenhains, umgeben an Seite, ragen die mächtigen Scheiten zur Seite geneigt; a an; die heiligen Scha reden zu uns in der mit gleicher Liebe umfassenden Rechts- und Sittengesetzes abder modernen Weltanschauung in allen Lagern werden trotz zusammenstehen und .sich auf der hohen Warte erkannter, Wissenschaft die Bruderhand reichen. c des jüdischen Iriedyofs in W res lau. ihte Querstraße am Oberschlesischen Bahnhof in Breslau, die dlen Bürgers und Menschenfreundes getauft ist, dem die Stadt s und segensreiches Siechenhaus verdankt, zeigt nur auf ihrer irches Gepräge. Hotels und Logierhäuser dienen dort dem und die vielen Taxameter, die auf und ab fahren oder auf den für das heitere Straßenbild eine freundliche Staffage. Nt weist nur an ihren beiden Enden Häuser ans. Ihr mittlerer ll langen, hohen Holzzaune, über den hinweg uns dunkelgrüne Jenseits des Zaunes gewahrt mau die Mauern und das iedrigen Gebäudes, und mau empfängt den Eindruck, als schütze antisches Schlößchen, das mit seinem altstilisierten Park dem gestaltungseifer der Zeiten erfolgreich zu trotzen wußte. Dieser i Anblick einer Tafel, die neben einer Holztür angebracht ist. Türklinke; sie gibt nach, und wir treten ein. Da ist es, als in eine fremde Welt gelaugt. Hinter uns rauscht und flutet Leben; vor uns liegt eine düstere, schweigsame, altertümliche Schritte noch — und wir weilen im Dämmerschatten eines von düsteren Toteumaleu. In langen, engen Reihen, Seite Stein- und Elsentafeln hoch ans dem Boden empor, gleich Pallisfadenban. Manche haben sich tm Sturm der Jahre ndere sind tief in das Erdreich gesunken, llrnlt weht es uns ner der Vergangenheit umfluten uns; versunkene Geschlechter Sprache Israels. beim Das ist der hlte jüdische Friedhof an der Elaassenstraße, nach dein die unersättliche, bodenverschlingende Stadt einen begehrenden Blick warf. Sein heiliger Frieden schreckt sie nicht ab. Wenn sie ihn in ihre Gewalt bekäme, würde sie ohne Bedenken einen Teil davon verschlingen. Einen Teil nur — die andern Teile kommen nicht n Frage, da keine Aussicht vorhanden ist, daß der Friedhof gänzlich in den Besitz der Stadt gelangt. Geschähe es dennoch, so würde sie in