Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 10 (1.10.1903)
- Date
- 1903-10-01
- Page
- Seite 220 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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220 daß nur wer seinem eines anderen Stammes Ein gewisser das Aufgehen eines mit welcher die Inder Deutschen im Auslande , obwohl sie Bürger hier der Ver. Staaten, dort Englands, Rußlands rc. sind, da z sie, unbeschadet ihrer Loyalität dem neuen Vaterlande gegenüber, die Sprache, Sitten u. s. w. des Landes, aus welchem sie abstammen, beibehalten sollen. Es gereicht den Deutschen nicht gerade zur Ehre, daß sie schneller als alle anderen Völker die heimatliche Sprache und sonst ihr Deutschtum vielfach verleugnen. Mit Recht haben ber jetzige deutsche Kaiser und der Oberpräsident Graf v. Zedlitz- Trützschler auf die Bedeutung der Stammesverschiedenheiten hingewiesen und betont. Stamme treu bleibe, sich am besten in die Eigentümlichkeiten finden könne. Riest schadet also durchaus nichts, fördert wahrscheinlich sogar Volkstums in ein anderes. Vielleicht ist gerade die Zähigkeit, gewisse Stammeseigentümlichkeiten festhalten — nennen wir beispielsweise die Nüchtmcheit — der Grund, daß sie leichter wie alle anderen Votksstämme überall sich gssimiliren, und in England zu Engländern, in Amerika zu Amerikanern, in Frcmki^eich Franzosen werden, und nur in Rußland nicht zu Russen, weil man sie sich nickst angleichen läßt. Die „reinliche Scheidung", welche die „Deutsche Tagesztg." empfiehlt, würde nicht nur den „Rest' vergrößern, sondern die Angleichung dauernd unmöglich' machen, ja mehr und mehr Juden und Deutsche, die doch-auch nach Ansicht der „Dtsch. Tagesztg." weiter nebeneinander werden wohnen müssen, von einander entfernen. Das Agrarierblatt wist, weil es die Angleichuug (nach unserer Ansicht irrtumlich) für unmöglich hält, dis Abstoßung, das aber heißt doch statt des Teufels den zehnfachen Beelzebub wolleDas vernünftigere Mittel ist einmal, die theoretische und in einem beträchtlichen Ntaaß auch praktisch gewordene Gleichberechtigung der Juden, die in kurzer Zeit Io 'Erstaunliche „arigleicheude" Wirkung gehabt hat, zu einer vollständigen zu machen und dann noch etwas sich zu gedulden. Dann wird selbst die „Dtsch.. Tagesztg,"! wenn sie nicht unvernünftiger Weise ans ihrer Forderung eines, gänzlich restlosen Aumehens besteht, geradezu erstaunt sein, wie vollständig die Angleichung sein und wse minimal der Rest sein wird. Weder Absonderung ans der einen, noch Abstoßung auf der anderen Seite das ist das allein Richtige. Aas Werfchwinden der jüdischen H-chysiognomie. rer Mit ei blick befremdenden Ver. Staaten sehr „New-Aorker Sstr ebenso iittmfffluteti und bemerkenswerten wie im ersten Augen- Äheorie tritt der durch mehrere wisfentschaftliche Werke in den bekannte New Jorker Anthropologe Dr. Maurice Fishberg in der l"jvor das Publikum. In seiner Eigenschaft als medizinischer