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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-09-01 · Heft 9 (1.9.1903) · p. Seite 215

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 9 (1.9.1903)
Date
1903-09-01
Page
Seite 215 (sequence 25)
Language
German
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und Mitteilungen Dir neueren Entdeckungen und die Kibel von Rev. John Krquhart. Verfasser autorisierte Übersetzung von <S. Spliedt, 4 Bände, Stuttgart, Verlag s Max Kielmann. In unserer Zeit, in welcher die assyrisch«babylonischen “ ' bedungen und deren Resultate sehr ins Volk gedrungen sind und die Urteile, durch dieselbe in Bezug auf die heilige Schrift gefällt worden, so verschieden« sind, wird vorliegendes Werk, das uns die Bibel im Lichte der Entdeckungen' u. z. wie dieselbe ihren Inhalt bestätigen^ von vielen mit Freude, begrüßt werijEZ Der Verfasser, mit den Ergebnissen der modernen Bibelkritik, die er oft bükänHßD wie mit den assyrischen und ägyptischen Entdeckungen wohl vertraut, liefert in umfangreichen, das ganze Gebiet beherrschenden Buch den Stoff in einer Form» auch der Laie genießbar finde» kann ohne den wissenschaftlichen Ernst aus dem/ zu lassen. Einzelne sehr wertvolle Bemerkungen seien hier besonders von vt» hervorgehoben, so z. B. daß Babylon häufig wie Sir Henry Rawliuson nack als Gan-Duniyas — Gau - Eden auf Inschriften vorkommt. Arioch König Ellasar findet sich in einer Inschrift als Eri-aku. Kain bedeutet „Sprößling" Hebel bedeutet „Sohn", wie auch im Summero Modischen ibila „Sohn" bedach^ Hervorzuheben wäre der oft schwungvolle hinreißende Ton der Darstellung, der «äK innerer Überzeugung quillt. Wenn man auch nicht in Allem und Jedem mit deDs Verfasser übereinstimmen kann, so wird man doch dieses reichhaltige, orientiere»-^ Buch, das uns durch die ganze heilige Schrift begleitet und oft helle StreiflW»W auf dunkle Partien wirft, mit Vergnügen immer wieder und wieder bei Bibel»/ Forschungen gerne zur Hand nehmen, zu welchem Zwecke es auch hiermit trotz gerade wegen unseres gegnerischen Standpunktes empfohlen sei, schon auS faß?} Grunde audiatur et altera pars. — Die echten hebräischen Melodien von S. HtldG.D AuS dessen Nachlasse' herausgegeben von Prof. Dr. David Kaufmann sind mit ettte&J Vorworte von Irma Kaufmann in zweiter Auflage (Breslau, Schlesische Berlch^tzD anstalt S. Schottlaender) erschienen. Es war vorauszusehen, daß diese Dicht»« die uns in den Geist der jüdischen Poesie der arabischen Glanzepoche eins Verbreitung finden werden und ist es ein erfreuliches Zeichen, daß eine zweite läge nötig geworden. Bildete die erste Auflage einen Ruhmeskranz für den dauuM^ bereits verstorbenen Dichter Seligmann Heller, der wie kein zweiter geeignet Wat? sich in den Dienst der hebräischen Poesie zu stellen, die die Muse seiner KinlcheM war, so bildet die zweite von der Witwe Kaufinamis besorgte Ausgabe, ein DtÄ^ mal der Pietät für den der Wissenschaft allzufrüh entrissenen ersten Herausgetzktz/ dessen Verdienst es gewesen den Dichter nicht nur entdeckt zu haben, sondern unermüdlichem Drängen in den ebenso wunderlichen wie hochbegnadeten Üb« eS gelungen ist, die Vollendung des Werkes herbeizuführen, das gewiß überall»/ Verständnis und Enpfinden für Schöpfungen der Poesie vorhanden find, leb!

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