Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1903)
- Date
- 1903-09-01
- Page
- Seite 216 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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'»Tpsapr wurde: Dr. sn Anklang finden wird die der ersten zuteil Aufs neue geprüft v Auffindung der sogeyannten Aufsehen und haben Noeldccke, Schräder Herr Dr. Albert Löfvy in erscheinen lassen, die und ist der zweiten Auflage dieselbe liebevolle Aufnahme ficher, 216 - Die Echtheit der moabitischen Inschrist in Louvre. Albert Löwy, Wien 1903, Adolf Holzhausen. Die Mesasäule im Jahre 1889 erregte seiner Zeit großes namhafte Gelehrte wie Clermont Ganneau, Vogue, Geiger nid noch Andere sich für die Echtheit derselben entschieden. London hat im Jahre 1887 eine Arbeit über die Frage keine gegenteilige Ansicht vertritt und die Echtheit der Inschrift bezweifelt nnd zwar aus beachtenswerten Gründen. Vorliegende Arbeit ist eine erweiterte deutsche Bearbeitung der in englischer Sprache erschienenen Schrift, die geeignet ist, die Frage über die Mesasäule von Neuem zu prüfen. Für jeden Fall hat Dr. Löwy gegen! die Echtheit wichtige Bedenken mitgeteilt, die zur weiteren Prüfung der Sache srnstli Denker und Kämpfer der Berlin 1903. In jüngster auffordern. — Mathias Acher, Achad ha-am. Ein jüdischen Renaissance. Vortrag. Jüdischer Verlag, Zeit wurde in Zionistischen Kreisen Achad ha-am viel genannt, da er von Max Jordan heftig angegriffen wurde. Zur Klarstellung hat Mathias Acher am 2. Mali 1903 in Wien einen Bortrag gehalten, durch welche» das Wirken Achad ha-ams in das richtige Licht gestellt werden soll. Achad ha-am, dessen wirklicher Raüie Uscher Ginzberg, ist durch seinen klassischen hebräischen Stil, durch seine Verdienste um die Gründung des Verlags „Achiasos", sowie dadurch,daß ihm die Redaktion einer großangelegten hebräischen Eneyelopaedie obliegt, als verdienter Schriftsteller bekannt, der, ist, viele Gegnerschaft sich weil er auch in Bezug auf den Zionismus selbständig zugezogen. Besonders bekämpft er eine Richtung, die es auf eine Umwertung aller Werte im Judentume abgesehen hat, nach der im alten Judentume nichts mehr erhaltenswert sei und er verlangt zudem nicht so sehr eine Renaissance der Juden, als eine solche des Judentums, eine Scheidung der Aktionen zu Gunsten der Juden, von Aktionen zu Gunsten des Judentums, deren Verquickung er geradezu für schädlich hält. Achad ha-am ist überhaupt dem politischen Zionismus nicht sehr hold. Wir sehen, es gibt auch innerhalb des Zionismus noch Männer, die sich ein selbständiges Urteil gewahrt haben, das um so höher anzuschlagen ist, wenn es von Kreisen ausgeht, die vermöge ihres reichen Wissens und ihrer reichen Erfahrung die Berechtigung zu einem solchen haben. Mathias Acher schließt seinen Vortrag damit, daß man auf Männer wie Achad ha-am stolz sein sollte, anstatt sie zu bekämpfen, der auf der höchsten Zinne einsam kämpft und ohne Eitelkeit. Inhalt: Die Eröffnungsredesvr. Herzls beim sechsten Zionistenkongreß in Basel. — Israel am Scheidewege. 4- Urkundliche Beiträge zur Geschichte der mährischen Judenschaft im 17. und 18. Jahrhundert. — Der allgemeine Rabbinerkongreß in Krakau. — Rabbi Amnon. — Der Tempeldiener von Kischinew. — Zwei zionistische Aktenstücke. — Monatsschau. — Referate und Mitteilungen. Verantwortlicher Druck von H. L. Bröuner's Redakteur und Herausgeber vr. Adolf Brüll; Druckerei (F. 28. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.