Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1903)
- Date
- 1903-09-01
- Page
- Seite 198 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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nistische Bewegung diesen B ‘ ’—wart*. - - ‘V^qg^gfU^I, yy — 198 — Lokalregierung und einem jüdischen Oberbeamten an ihrer Spitze, alles natürlich unter britischer oberhoheitlicher Überwachung. Da dieser Vorschlag gemacht wurde, fühlte ich mich nicht gerechtfertigt, im Hinblicke auf die Verfassung des JudentumeS und die Notwendigkeit, sosort irgend ei» Mittel zur möglichsten Besserung der Lage zu finden, etwas anderes zu tun, als die Erlaubnis zu erlangen, den Vorschlag dem Kongreß zu unterbreiten. Damit die! Sache indes für uns alle ein hinreichend greifbares Interesse habe, war es notwendig, den Vorschlag in eine Form zu bringen, der aus unsere uns allen teuren nationalen Bestrebungen Rücksicht nehmen würde Unser Vertreter führte daher einige Zeit hindurch mit den Mitgliedern des britischen Kabinetts und" mit den Ressortchefs e rgehende Verhandlungen, die einen günstigen Fortgang nehmen. Ich möchte den Anschauungen des Kdngresses über die Politik, die die zio orschlägen gegenüber befolgen will, nicht vorgreifen, allein obschon selbstverständlich das jüdische Volk kein anderes Endziel haben kann» als Palästina, und obwohl, w»s immer las Schicksal des Vorschlages sein mag, unsere Anschauungen über das Land unserer Väter unabänderlich sind und bleiben müssen, so wird der Kongreß doch erkennen, welche außerordentliche Förderung unsere Bewegung durch die Unterhandlungen mit der britischen Regierung erfahren hat. Ich darf sagen, daß unsere Anschauungen in betreff Palästinas mit voller Offenheit und Ausführlichkeit den Mitgliedern des britischen Kabinetts und den in dieser Angelegenheit zuständigen hohen Regierungs warnten auseinander gesetzt worden sind. Ich glaube, daß der Kongreß Mittel finden kann, von dem Anerbieten Gebrauch zu machen. Dieses Anerbieten wurde uns in einer Weise entgegengebracht, die dazu beitragen muß, die Lage des jüdischen Volkes zu bessern und zu erleichtern, ohne daß wir irgend etwas von den großen Grundsätzen aufgeben, auf welche unsere Bewegung gegründet ist. Die Einzelheiten des Vorschlages, auf den ich Ihre besondere Aufmerksamkeit aufs ernstlichste hinlenken nicht praktisch erscheinen. möchte, dem gesamten Kongresse vorzulegen, würde mir scheint mir richtiger, Sie zu bitten, daß Sie einen kleinen Sonder-Ausschuß wählen, der sich mit der ganzen Angelegenheit zu befaßen hätte. Was immer beschlossen werden mag — soviel kann ich getrost sagen, daß als das siefste Gefühl der Dankbarkeit für das staatsin diesen Verhandlungen wir Alle im Herzen nichts männische Wohlwollen empfinden, daß Großbritannien dem jüdischen Volke gegeniiber bekundet hat. Zion ist dies freilich nialaushilfe. aber wohlgemefk zum Aufbruche können und ist und bleibt lediglich eine philantropischen Unternehnsui Volksteile Vorbeugen soll. nicht und kann es nie werden. Es ist nur eine Kolo- :t auf nationaler und staatlicher Grundlage. Das Zeichen werden wir unseren Massen darauf hin nicht geben. Es Notstandsmaßregel, die der jetzigen Ratlosigkeit Mer ngen abhelfen und dem Verluste solcher versprengter